Erfolgreich auf „Vogeljagd mit dem Fernglas“: NABU Leverkusen beim „Birdrace“ 2026
Super – das „Team Gänsesägerjäger“ des NABU Leverkusen entdeckte beim bundesweiten Birdrace 2026 insgesamt 80 Vogelarten in Leverkusen.
Nachdem wir im letzten Jahr das erste Mal am Birdrace mit einem Team vom NABU (Naturschutzbund) Leverkusen teilgenommen hatten, ging auch in diesem Jahr wieder das Team „Gänsesägerjäger“ an den Start. Kurz nach Sonnenaufgang starteten wir am Samstag den 2.5.26 mit fünf VogelkundlerInnen. Zunächst ging es mit dem Fahrrad zu den Wiesen, Feldern und Kiesgruben der offenen Landschaft bei Rheindorf und Hitdorf.
Schon in den ersten Stunden beobachteten wir zahlreiche Arten: viele Singvögel, einen großen Trupp durchziehender Schafstelzen und wir hörten das Morgenkonzert der Nachtigall. Über uns kreisten Rot- und Schwarzmilan.
Besonders eindrucksvoll war die für unsere Region einzigartige Möwenkolonie am Buschbergsee und die vielen Uferschwalben. Die größte Überraschung des Tages gelang uns ebenfalls am Buschbergsee: Zwischen den Sturmmöwen entdeckten wir eine in unserer Region fast noch nie beobachtete Schwarzkopfmöwe. Gerade solche besonderen Funde machen den Reiz des Birdrace aus und zeigen, dass dabei immer wieder seltene Beobachtungen dokumentiert werden.
Anschließend fuhren wir an den Rhein und ergänzten unsere Liste unter anderem um weitere Möwenarten, sowie das Schwarzkehlchen. In der späten Mittagspause im Wildpark-Bistro des Tierparks Reuschenberg hatten wir mit 78 beobachteten Arten das Vorjahresergebnis von 2025 (76 Arten) bereits übertroffen. Danach ging es gestärkt entlang der Wupper Richtung Opladen. Dort machten wir zwei besondere Beobachtungen: einen im Wasser jagenden Eisvogel und ein Gänsesägerpaar. So spät im Jahr hatten wir in diesem Wupperabschnitt noch nie Gänsesäger gesehen – vielleicht haben sie unsere dort aufgehängten Gänsesäger-Nistkästen bezogen.
Das aufziehende Gewitter trieb uns zu einer Kaffeepause ins Trockene. Anschließend wechselten wir in den Dhünnwald, um das Artenspektrum um typische Waldvögel zu erweitern. Auf den ruhigen Wegen konnten wir unter anderem einen Buntspecht hervorragend beobachten, wie er den Stamm auf und ab lief. Auch wenn wir, vielleicht witterungsbedingt, keine weiteren Arten mehr hinzufügen konnten, war dieser Waldspaziergang ein gelungener Abschluss eines abwechslungsreichen Beobachtungstages.
Mit insgesamt 80 festgestellten Vogelarten und vielen besonderen Eindrücken endete unsere Exkursion sehr erfolgreich. Über beide Birdrace-Jahre hinweg (2025 und 2026) konnten wir in Leverkusen insgesamt 92 verschiedene Vogelarten beobachten. Eine beachtliche Zahl für eine vergleichsweise so kleine Region, wie Leverkusen. Erfreulicherweise gab es in diesem Jahr sogar ein weiteres Team aus Leverkusen mit Überschneidungen bei den Beobachtungen.
Das Birdrace ist eine bundesweite Aktion im Mai: Innerhalb von 24 Stunden gilt es, in einem Stadt- oder Landkreis so viele Vogelarten wie möglich nachzuweisen. Dafür wählen die Teams geeignete Beobachtungsorte aus und versuchen, ihre Artenliste zu maximieren. Bundesweit nahmen am 2. Mai insgesamt 1065 Teams am „Birdrace“ (wörtlich: „Vogelrennen“) teil. Mit dem seit über 20 Jahren jährlich stattfindenden Wettstreit möchte der Veranstalter, der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) auf die bedrohte Vielfalt der heimischen Vogelwelt aufmerksam machen. Durch die Festlegung auf ein Beobachtungsgebiet kann man zum Beispiel im Laufe der Jahre feststellen, ob Arten verschwunden oder auch neu aufgetaucht sind.
Wie schon im letzten Jahr war es für alle Teilnehmenden ein wunderbarer Tag in der Natur – in netter Gemeinschaft, mit vielen Entdeckungen und schönen Beobachtungen. Damit haben wir eine Tradition begründet: Auch 2027 wird das Team „Gänsesägerjäger“ des NABU Leverkusen wieder an den Start gehen.







