Jeder kann Schmetterlingen helfen! – Brennnesseln einfach stehen lassen!
In diesen Tagen gibt es im Garten und am Straßenrand viel zu entdecken. An so mancher Brennnessel kann man jetzt ganze Gruppen von schwarzen Raupen finden. Diese erscheinen aber nur aus der Ferne ganz schwarz. Genau betrachtet haben sie viele weiße Punkte, so dass es ein wenig wie ein nächtlicher Sternenhimmel wirkt. Dazu kommen noch vier leuchtend orange Beinpaare und viele fast gefährlich wirkende Hautstacheln. Aber Kenner wissen, dass dies reine Show ist – die Raupen können uns Menschen weder stechen noch nesseln.
Es sind die Raupen des Tagpfauenauges, welche die Blätter der Brennnessel zwingend als Kraftfutter zur Entwicklung zum wunderschönen Schmetterling mit den großen bunten Augenflecken brauchen. Es ist eigentlich ganz einfach: ohne Brennnessel keine Raupen – ohne Raupen keine herrlichen Schmetterlinge!
Warten Sie daher noch etwas mit der Mahd der Brennnesseln! Ab Mitte Oktober haben sich die Raupen verpuppt und sind dann schon geschlüpft, so dass dann eine Mahd den Schmetterlingen nicht mehr schadet. Profis lassen die Brennnesseln aber bis zum späten Frühjahr stehen, da so manche Wildbiene die Stängel als willkommene Kinderstube nutzt.
Aber nicht nur das Tagpfauenauge braucht die Brennnessel. Auch viele andere Schmetterlinge wie zum Beispiel der Kleine Fuchs, der Admiral und das Landkärtchen sind auf die Brennessel angewiesen, um die nächste Generation vorzubereiten.
Es ist schön, dass inzwischen immer mehr Gärtnerinnen und Gärtner darauf Rücksicht nehmen und ein Fleckchen in ihrem Garten mit der Brennnessel verschönern.







