(von links: der NABU-Vorsitzende Hans-Martin Kochanek, die Anwohner Michael und Sigrid Rösgen, die BUND-Sprecherin Ingrid Mayer)
Mehr Bäume für Leverkusen – Jeder kann mitmachen
Naturschutzverbände BUND und NABU starten Baumpflanzaktion
Bäume sind wichtig – gerade in der Stadt! Daher rufen die Naturschutzverbände NABU und BUND Leverkusen dazu auf, Straßenbäume für Leverkusen zu spenden. So kann jeder mithelfen, dass unsere Stadt nicht überhitzt und Schadstoffe gefiltert werden. Den Start der Baumspenden-Aktion machten die Naturschutzverbände NABU und BUND Leverkusen durch die Pflanzung von vier Bäumen. Diese wurden von dem Erlös des letztjährigen Naturschutzbasars bezahlt.
Bäume sind wahre Wunderwesen mit Superkräften: Sie kühlen überhitzte Städte, produzieren Sauerstoff und binden CO2, filtern Schadstoffe und bieten unzähligen Tieren einen Lebensraum. Und als wäre das nicht schon genug, haben Bäume auch eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung auf die menschliche Psyche – also auf uns alle.
Die Entscheidung für welches Projekt der Erlös des Naturschutzbasars eingesetzt werden sollte fiel den Naturschutzverbänden diesmal leicht. Denn die wachsende Zahl von Klagen zahlreicher Leverkusenerinnen und Leverkusener über die Fällung von Bäumen auf privatem Grund ist erschreckend. Dazu kam die Information der Stadt Leverkusen, dass sie aufgrund der Haushaltskrise kaum noch eigene Mittel habe, um gefällte oder abgestorbene Straßenbäume zu ersetzen. Denn nach § 82 der Gemeindeordnung gehören Nachpflanzungen von Bäumen nicht zu den Pflichtaufgaben einer Kommune. Die vier neuen Bäume, die von den Naturschutzverbänden gespendet wurden, werden nun dazu beitragen, unsere Stadt grüner zu machen: eine Vogelkirsche in Schlebusch, ein Ahorn in Manfort und zwei Winterlinden in Opladen.
Für alle vier Neulinge haben sich Menschen gefunden, die sich um ihr Wohlergehen kümmern werden: Die BUND-Mitglieder Sigrid und Michael Rösgen werden dafür sorgen, dass der Vogelkirschbaum sich in der Sürderstraße in Schlebusch wohl fühlt – seine Baumscheibe wartet schon darauf, dass die Blumensaat zu seinen Füßen aufgeht. Der Ahorn vor dem Haus der NABU-Familie Müller in der Helenenstraße in Manfort kann sicher sein, dass er genug Wasser bekommt, wenn es nötig ist. Und die beiden Linden, die mithelfen, die Probleme der Kastanienallee zu mildern, stehen unter der Obhut von Uschi Kundt, Mitglied des BUND-Vorstandsteams.
Die Baumspende-Aktion liegt voll im Trend, denn eine repräsentative Umfrage im Auftrag des BUND zeigt auf, dass sich über zwei Drittel der Stadtbewohnerinnen und -bewohner mehr schattenspendende Bäume wünschen. Fast die Hälfte der Befragten wünscht sich auch, dass mehr für die Bäume getan wird, die durch Klimawandel und Trockenheit, Straßenausbau und Streusalz, Krankheiten und falsche Pflege gefährdet sind.
In Leverkusen jedoch schützt keine Baumschutzsatzung unsere grünen Mitbewohner. Und es war daher nicht wirklich eine Überraschung, dass der kürzlich erneut von den Naturschutzverbänden gestellter Antrag auf die Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung wieder mal „mehrheitlich abgelehnt“ wurde. Es hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht, in einer Stadt zu leben, die meint, auf eine Satzung zum Schutz der Bäume verzichten zu können.
Daher die Bitte an alle LeverkusenerInnen: Werden Sie aktiv und spenden Sie, damit NABU und BUND weitere Straßenbäume für Leverkusen pflanzen können! Die Spendenkonten: beim Naturschutzbund Deutschland Stadtverband Leverkusen e.V. IBAN: DE11 3755 1440 0104 0008 31 oder beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland IBAN: DE72 37062600 4038 0900 17, Betreff jeweils: Spende Bäume für Leverkusen.







