Eichhörnchen sind niedliche Tiere, die überall in der Stadt beobachtet werden können

In Deutschland ist das eurasische Eichhörnchen beheimatet. Die auffälligsten beiden Merkmal sind die Pinselohren und der hochgestellte buschige Schwanz. Die Farbe kann von rot über brau oder auch grau variieren.

Das eurasiche Eichhörnchen wird aktuell in Deutschland noch nicht durch das amerikanische Grauhörnchen verdrängt – jedoch beginnt sich das Grauhörnchen auch in Europa auszubreiten. Probelmatisch ist dabei, dass die Grauhörnchen ausgesprochen robust und wanderfreudig sind und obendrein Krankheitserreger haben, gegen die die einheimischen Eichhörnchen nicht resitent sind.

 

Eichhörnchen beim Fressen einer Haselnuss ((Foto Hans-Martin Kochanek)

Aussehen:

  • rot bis braun oder grau (sogar schwarz ist möglich)
  • tagaktiv
  • Muskulöse Hinterbeine, mit denen sie bis zu 2m weit springen können
  • der buschige Schwanz ist fast so lang wie der Körper und hat vielfältige Funktionen: Im Nest wärmt der die Jungen, er dient zur Kommunikation und Verteidigung, sowie zur Balance und Steuerung
  • Wechsel zwischen Sommer- und Winterfell

Lebensraum: Nadel-, Laub- und Mischwälder – am besten mit altem Baumbestand (Höhlen).
Auch im städtischen Umfeld sind sie oft zu sehen, wie z. B. Parks und Gärten und vor allem Friedhöfe.

Lebenserwartung: 3 Jahre

Nahrung: Samen, Kerne, Früchte (Äpfel, Birnen und weiteres Obst), Pflanzenteile (Blätter, Knospen, Triebe), Pilze, Kleinvögel und Vogeleier

Feinde: Baummarder, Habicht, Hauskatzen

soziales Verhalten: Einzelgänger, kommen nur zur Paarung zusammen;

Fortpflanzung:

  • im Schnitt vier Junge pro Wurf
  • Sie bauen aus Zweigen, Blättern und Moos kugelige Nester, die Kobel genannt werden

Niedliche Eichhörnchen

Flink huscht es an der alten Weide runter und springt zum nächsten Busch. Es macht wirklich Spaß, diesen putzigen Gesellen bei ihren kühnen Sprüngen und Kletteraktionen zu beobachten.

Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, fressen sie sich auch nur wenig Winterspeck an, sondern legen im Herbst Nahrungsverstecke an. Damit tragen sie sogar zur Verbreitung von Bäumen und Sträuchern bei, da sie die ein oder andere Futterlagerstätte von zum Beispiel Eicheln, Haselnüssen oder Walnüssen nicht wiederfinden und die Samen dann im Frühjahr keimen.

Das größte Problem für das heute noch nicht gefährdete Eichhörnchen ist dicht besiedelten Land, in dem Hecken und Gebüsche verschwinden und höhlenreiche Altbäume kaum noch zu finden sind. Auch die Umwandlung von Freiflächen für  Siedlungs-, Gewerbe- und Straßenbau schränken den Lebensraum immer mehr ein.

Eichhörnchen leben vor allem von energiereichen Früchten und Samen. Besonders beliebt sind Hasel- und Walnüsse, aber auch die Samen von Buchen, Eichen, Kiefer und Fichten. Langanhaltender Frost macht den Hörnchen allerdings trotz Vorratshaltung das Leben schwer, denn ein durchgefrorener Boden verhindert, dass sie an die versteckten Nüsse gelangen können.

Hier kann man bei langanhaltender Kälte vorübergehend aushelfen und die geeigneten Nüsse auslegen. Dies sollte allerdings eine Notlösung bleiben.

Eichhörnchen kletternd (von Adelheid Dörpinghaus)
Eichhörnchen kletternd (von Adelheid Dörpinghaus)