Viel zu schade für den Müll!

Jedes Jahr türmen wir ein Müllgebirge von rund 100 Millionen Kubikmetern auf, dessen Abbau Mensch und Umwelt trotz der Entwicklung zahlreicher Entsorgungstechniken vor zum Teil unlösbare Probleme stellt.

Die beste Strategie ist natürlich Müllvermeidung - und wenn nicht möglich, dann zumindest das Recycling von Wertstoffen.

Bei den Naturschutzverbänden NABU und BUND sammeln wir:


Deckel von Getränkeflaschen und -kartons

Die Deckel bestehen aus hochwertigem Plastik und können prima recycelt werden.

Wir unterstützen mit dieser Sammlung im InfoTreff die Aktion "Deckel gegen Polio"

weiter zur Homepage der Deckelsammel-Aktion


Korken für Kraniche

Korken sammeln wir schon seit langer Zeit – und aus guten Gründen: Korkeichen müssen mindestens 30 Jahre alt sein, bevor sie zum ersten Mal geschält werden dürfen. Danach sollte dies nur alle 9 bis 10 Jahre einmal geschehen. KorkRecycling wirkt dem drohenden Raubbau an der Korkeiche entgegen, indem es mit hilft, die Korkernte auf ein naturverträgliches Maß zu reduzieren. So fördert das Sammeln von Korken die Erhaltung von Kork und Steineichenwäldern, die Zufluchtsorte für viele vom Aussterben bedrohte Tierarten sind.

Viele Jahre lang haben wir mit dem Sammeln der Korken das Epilepsiezentrum Kork bei Kehl unterstützt, in dem in der Werkstatt für Behinderte die Korken zu wertvollem Dämmstoff verarbeitet werden.

Danach haben wir begonnen mit der Aachener Projektwerkstatt Heinrich Böll e.V. zusammenzuarbeiten, einer Initiative mit dem Ziel der Qualifizierung und Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Jugendlichen und Erwachsenen. Wie in Kehl werden auch hier die gesammelten Korken zu einem baubiologisch wertvollen RecyclingNaturdämmstoff verarbeitet. Darüber hinaus führt die Projektwerkstatt 0,10 € pro Kilo Korken an die Stiftung Europäisches Naturerbe (EURONATUR) ab, die seit ihrer Gründung für den Schutz der Kraniche und ihrer Lebensräume arbeitet. Diese Arbeit hat einen besonderen Schwerpunkt in der spanischen Extremadura, in deren Kork und Steineichenwäldern die meisten Kraniche überwintern, die unseren Kontinent auf der sogenannten Westzieherroute überqueren.

Bringen Sie uns Ihre Korken und die Ihrer Freunde und Bekannten! Sie tragen so dazu bei, den Müllberg zu verringern, unterstützen eine wichtige soziale Einrichtung und leisten einen wertvollen Beitrag zu Landschafts und Artenschutz.

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CDs - zum Wegwerfen zu schade !

Wir finden sie in Zeitschriften als Werbe-CDs, sie sind Speichermedium zur Datenablage, als Tonträger haben sie Schallplatte und Kassettenband längst verdrängt... Aber wohin mit den Silberscheiben, wenn sie Datenmüll geworden sind? Ein HightechProdukt wie die CD, das weltweit in großen Stückzahlen aus dem gleichen Kunststoff gefertigt wird - es besteht zu 99% aus Polycarbonat - , sollte auf keinen Fall im Restmüll oder im Gelben Sack landen. Die entwickelten Recyclingverfahren führen zu einem qualitativ hochwertigen Kunststoff, der zu technisch anspruchsvollen Produkten z.B. in der Medizintechnik verarbeitet werden kann.

„Das praktizierte werkstoffliche Verwertungsverfahren stellt die umweltverträglichste Art der Entsorgung dar und sollte nach unserem Dafürhalten durch ein entsprechendes Verbraucherverhalten, das darin besteht, nicht mehr benötigte CDs bestehenden (und neu zu schaffenden) Erfassungssystemen zu zu führen, nach Kräften unterstützt und gefördert werden.“ (aus einem Brief des UBA an den BUND vom 15.10.01)

Schließen Sie sich dieser Einschätzung des Umweltbundesamts an und bringen Sie uns die CDs und DVD, die Sie nicht mehr brauchen!

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Alte Handys, her damit!

„Schlaf-Handys“ - Schlummernde Schätze heben

Wir lassen sie recyclen, und der Naturschutz bekommt noch 2,50 Euro pro Handy.

Sammeln Sie sie - und bringens sie uns diesen "Wertstoff" in unseren Infotreff (Gustav-Heinemann-Straße 11)

Ein Leben ohne Handy? Für viele Menschen heutzutage nahezu undenkbar! Mehr als 95 Prozent der Jugendlichen in Deutschland besitzen inzwischen ein Handy. Und da Elektroindustrie und Mobilfunkanbieter uns Verbrauchern suggerieren, dass nur das neueste Modell den aktuellen Standards gewachsen ist, werden allein in Europa jedes Jahr mehr als 100 Millionen Handys ausrangiert – nach einer Nutzungsdauer von höchstens ein oder zwei Jahren.

Nur wenige Nutzer machen sich dabei klar, dass sie ein wahres Rohstofflager in der Schublade abgelegt haben - ein Schatz, der ungenutzt herumliegt. Unter den Stoffen, die in ihm schlafen - Gold und Silber etwa, Kupfer und Zinn - ist Coltan derjenige, der unsere größte Aufmerksamkeit verdient. In der Natur findet man das fürs Handy benötigte Tantal selten in Reinform vor, sondern fast immer als Mischmineral: Im Kongo wird Tantal in Erzen gefunden, in denen es oft gemeinsam mit Columbium (= Niobium) vorkommt. Daher wird das Erz in der Regel Coltan genannt.

Trotz Aufklärung in den Medien und aufrüttelnder Filme wie „Blood in the Mobile“ macht sich
nur ein Bruchteil der Handynutzer den Zusammenhang klar zwischen seinem Smartphone und den unsäglichen Arbeits- und Lebensbedingungen der Minenarbeiter im 6000 km entfernten Kongo. Immer noch kümmern sich die internationalen Unternehmen zu wenig um die Herkunft der begehrten Rohstoffe, recherchieren nicht gründlich genug, ob es sich nicht doch um „Konflikt-Mineralien“ aus Bürgerkriegsregionen handelt oder halten die Informationen über die Herkunft ihrer Stoffe schlicht unter Verschluss.

Kommt das Material aus Minen, deren Eigentümer von kriminellen Banden oder illegalen politischen Organisationen unter Druck gesetzt werden? In denen es an einfachsten Sicherheitsvorkehrungen für die Arbeiter fehlt? In denen Menschenrechte verletzt, Hungerlöhne gezahlt und immer noch Kinder für die unglaublich harte Arbeit eingesetzt werden? Es gibt Ansätze, bei uns etwa vom Bundesverband der Deutschen Industrie, die Transparenz der Rohstoffgewinnung zu verbessern und illegale Exportstrukturen aufzudecken, aber noch hat man nicht den Eindruck, dass es zum Standard der betroffenen Unternehmen gehört, ihrer Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte immer gerecht zu werden.

Wir Verbraucher sind keineswegs machtlos im „Fall Handy“. Wir können

  • unser Handy viel länger nutzen - wenn wir sorgfältig mit ihm umgehen, funktioniert es mehrere Jahre lang einwandfrei;

  • beschädigte Einzelteile austauschen - bei teuren Smartphones lohnt sich eine Reparatur immer;

  • unser altes, aber noch funktionstüchtiges Handy verkaufen oder es einer karitativen Einrichtung spenden;

  • den Anbieter nach der Produktionsgeschichte des Telefons und der Rohstoffkette fragen - je mehr Menschen sich für das Thema interessieren, desto größer wird der Druck auf die Unternehmen;

  • hoffen, dass  das 2013 von einer niederländischen Firma vorgestellte „Fairphone“ bald zu einer handelsüblichen und erschwinglichen Handyversion wird. Ein Smartphone aus 100 Prozent fair gehandelten Materialien wird es nie geben, das geben die Entwickler selbst zu. Es sollen aber möglichst viele der im Fairphone verarbeiteten Rohstoffe aus Minen stammen, deren Erträge nachweislich nicht aus konfliktbelasteten Gegenden kommen.

  • Und ist das alte Gerät wirklich nicht mehr zu gebrauchen, gibt es nur einen Weg: den zur Wiederaufbereitung.

Wie viele Umweltschutzorganisationen sammeln auch wir, die Naturschutzverbände NABU und BUND, seit langem Handys, die dann sachgerecht recycelt werden. Der Erlös, den der Bundesverband des NABU dadurch erzielt, trägt dazu bei, Europas größtes Flussrenaturierungsprojekt zu finanzieren: Die Havelniederung, größtes Binnenfeuchtgebiet im westlichen Mitteleuropa, soll wieder zu dem Refugium für über tausend vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten werden, das sie einmal war. In den letzten 140 Jahren wurde der Fluss begradigt, Seitenarme wurden abgetrennt, Feuchtwiesen trockengelegt. Ziel des Projektes ist es, Altarme wieder anzuschließen, Uferbefestigungen zu beseitigen und durch den Rückbau zweier Deichabschnitte Überflutungsgrünland - auch zum Hochwasserschutz - zurückzugewinnen - kurz: die Havel wieder zu einem lebendigen Fließgewässer zu machen, das die so oft beschworene Artenvielfalt gewährleistet.

Ingrid Mayer

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Aluminium - Leichtgewicht mit schweren Folgen

Schokolade, Eis oder das Pausenbrot - alles bleibt in AluFolie verpackt schön frisch, ist doch die künstliche Haut hitze und kältebeständig, aromadicht und geschmacksneutral.

Der ideale Verpackungsstoff? - Ganz im Gegenteil!

Kaum ein anderes gebräuchliches Metall setzt der Umwelt so zu wie Aluminium. Schon beim Abbau des Rohstoffes Bauxit werden brasilianische Regenwälder oder sibirische Urwälder gerodet, ganze Landstriche zur Energiegewinnung durch Staudämme unter Wasser gesetzt und Menschen aus ihrer Heimat vertrieben. Die Erzeugung aus BauxitErz und die Herstellung der Endprodukte verbrauchen nicht nur gewaltige Mengen von Energie und Rohstoffen, es entstehen auch hochgiftige Abfallprodukte wie schwermetallhaltige Schlämme, klimaschädliche Fluorkohlenwasserstoffe, das ätzende Gas Fluorwasserstoff sowie Kohlenmonoxid und Schwefeldioxid, Mitverursacher des sauren Regens.

Natürlich ist der beste Weg, Gefahren für Mensch und Umwelt zu vermeiden, auf Aluminiumverpackungen zu verzichten. Meiden Sie Getränkedosen, kaufen Sie Teelichter ohne Alumantel, lassen Sie Miniportionsdosen im Regal stehen, legen Sie das Pausenbrot in eine Butterbrotdose.

Trotzdem können AluAbfälle im Haushalt anfallen. Sammeln Sie sie - und bringens sie uns die "Wertstoffe" in unseren Infotreff (Gustav-Heinemann-Straße 11). Wir sorgen dann für die Wiederverwertung.

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Brillen

Werfen Sie ihre alten Brillen nicht in den Müll, sondern schicken Sie sie an "Brillen Weltweit" (früher "Brillen ohne Grenzen"). Sie unterstützen damit Menschen aus aller Welt, die sich Brillen nicht leisten können.

Sie können die Brillen auch gerne beim NaturGut Ophoven (Opladen, Talstraße 4) vorbeibringen. Sie werden gesammelt und weitergeschickt.

weiter zur Homepage von Brillen Weitweit

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Druckerpatronen und Tintenkartuschen

Leere Tonerpatronen und Tintenkartuschen sind ein wertvoller Rohstoff. Für die Herstellung der Patronen und Kartuschen werden erhebliche Mengen an Rohstoffe wie Eisen, Aluminium, Kupfer etc. sowie Erdöl verbraucht.

Etwa 55 Millionen Tonnen Druckerpatronen werden allein in Deutschland pro Jahr von Unternehmen, Behörden und Privathaushalten verbraucht. 80% landen zurzeit leider noch im normalen Hausmüll. Bei der Entsorgung über den Hausmüll (und der damit verbundenen thermischen Behandlung) entstehen klimaschädliche CO2-Emissionen. Pro 1kg verbrannten Kunststoff entstehen ca. 3kg CO2.

Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, diese Produkte entweder weiter zu verwenden oder zumindest der nachhaltigen Wiederaufbereitung und Nachnutzung zuzuführen. So vermeidet man zum einen Müll, zum anderen werden Ressourcen geschont und Schadstoffemissionen reduziert.

Das Wiederbefüllen von Tintenpatronen ist eine gängige Methode, auf die sich auch Geschäfte in Leverkusen spezialisiert haben.

Desweiteren können Sie In Leverkusen leere Druckerpatronen und Tintenkartuschen auch abgeben bei:
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Leverkusen e.V.
Berliner Platz 3
51379 Leverkusen
Sie werden dort gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Der Erlös kommt der AWO zugute.

Alternativ gibt es Recyclingunternehmen im Internet, an die Sie Ihre leeren Druckerpatronen schicken können und dafür sogar eine kleine Vergütung erhalten.