Amphibien

Durch den Verlust vieler Feuchtgebiete hat sich in den letzten Jahren auch die Situation der Amphibien dramatisch verschlechtert. Hilfe von unserer Seite tut daher Not: Schaffung neuer Feuchtbiotope, Unterschutzstellung von Kiesgruben, Anlage vieler privater Gartenteiche und der Schutz wandernder Tiere können mithelfen, den Schaden zu begrenzen.

Erdkröte (Bufo bufo)

Mit den ersten warmen Tagen im Jahr beginnt für die Naturschützer eine besonders arbeitsintensive Zeit: die Wanderung der Erdkröten aus ihren Winterquartieren in ihr angestammtes Laichgewässer ist mit so vielen Gefahren für die Tiere verbunden, dass nur mit unserer Hilfe beim Überqueren von Straßen die Verluste durch den Straßentod im Grenzen gehalten werden können.

Kreuzkröte

Diese Krötenart werden Sie normalerweise nicht am Gartenteich vorfinden. Sie ist spezialisiert auf einen besonderen Lebensraum, der in Leverkusen früher sehr häufig war: ungestörte Sand- und Kiesflächen, wie man sie früher am Ufer des Rhein‘s überall vorfand. Als Ersatzlebensraum hat die Kreuzkröte die Uferzonen von Kiesgrubengewässern (ohne Nutzung durch Angler oder Badesuchende) angenommen.

Grasfrosch (Rana temporaria)

Sehr früh im Jahr, oft schon im Februar, beginnen die rötlich- bis scharzbraunen Grasfrösche mit ihrem Laichgeschäft. Ihre großen gallertartigen Laichballen enthalten bis zu 4000 Eier und bedecken oft in Mengen die Wasseroberfläche.

Seefrosch (Rana ridibunda)

Der größte der in Europa heimischen Frösche, der gesellige Seefrosch, hält sich in nahezu allen Gewässerarten auf. Er sonnt sich gern am Ufer, aber oft sieht man ihn erst, wenn er mit einem typischen "Plumps" ins Wasser springt.

Wasserfrosch (Rana esculenta)

Trotz seines wissenschaftlichen Namens (esculentus = essbar) kommt dem Wasserfrosch Gottseidank keine besondere Bedeutung als Delikatesse zu, so dass wir uns an vielen Gewässern an seinem markanten Rufen freuen können.

Bergmolch (Triturus alpestris)

Von unseren einheimischen Molcharten ist das Männchen des Bergmolchs das farbenprächtigste. Oft suchen die Bergmolche schon im Februar ihre Laichgewässer auf, führen aber gleich nach der Fortpflanzungszeit - bis auf Ausnahmen - ein verstecktes, nächtlich aktives Landleben.

Kammolch

Dieser „Miniaturdrache“ ist der größte unser einheimischen Molche. Das hat ihm leider nicht vor dem Vertreiben aus Leverkusen geschützt – das letzte Laichgewässer wurde in den 70er Jahren zugekippt. Auf dem NaturGut Ophoven gibt es jetzt die ersten Versuche, diesen sympathischen Vertretern einer uralten Tierart auch in Leverkusen wieder eine Heimat zu geben.

Feuersalamander

Der Feuersalamander bevorzugt als Lebensraum Wälder mit schnellfließenden, kleinen Bächen. Eine Besonderheit unter den Amphibien ist, dass er seine bereits fertig entwickelten Larven in saubere kleine Bäche zur Welt bringt.

Krötenzaun bei Neukronenberg

Im Frühjahr wandern sie wieder ...

... und da wir verhindern möchten, dass auch die Erdkröten bald auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen, führen wir auch in diesem Jahr wieder unsere „Erdkrötenrettungsaktion“ durch.

Sie kennen uns ja schon: mit Taschenlampe und Eimer bewaffnet versuchen wir, die Kröten davor zu bewahren, auf ihrem Weg zum Laichgewässer unter die Reifen eines Autos zu geraten.

Wussten Sie, dass die Erdkröte einer der größten Insektenvertilger ist? 32% der Nahrung besteht aus Käfern und 5 – 10% aus Fliegen und Mücken. Jetzt wandern sie in ihr Laichgewässer, und die Weibchen legen dort in langen Schnüren ihre 3.000 bis 8.000 Eier ab.

Leider gibt es keine Möglichkeit, die Tiere in ein weniger gefährdetes Areal umzusiedeln. Sie sind so stark auf das Gewässer fixiert, in dem sie selbst zur Welt gekommen sind, dass sie ihr Leben lang Jahr für Jahr dorthin zurückwandern. Wenn Sie uns helfen wollen, die Hoppersheider Erdkrötenpopulation lebensfähig zu erhalten, fahren Sie doch so langsam, dass Sie jedes Tier auf der Straße rechtzeitig sehen. Vielleicht steigen Sie kurz aus und bringen den Wanderer sicher auf die richtige Straßenseite?

Für Ihr Verständnis danken Ihnen die Erdkröten!

Ein besonderer Schwerpunkt ist bei den Nittumer Tennishalle am Hoppersheider Busch. Dort tragen wir seit über 20 Jahren in der Wanderzeit etwa zwischen Ende Februar und Anfang April abends die laichwilligen Kröten in Eimern von einer Straßenseite zur anderen und sind dabei auf viele helfende Hände angewiesen.

Wenn auch Sie dabei mithelfen wollen und den einen oder anderen Abend den Erdkröten, Grasfröschen und Teichmolchen widmen können, melden Sie sich gerne bei Ingrid Mayer (BUND-Vorsitzende).

Nach oben