Wohnungsnot bei Siebenschläfers!

Siebenschläfer stehen zwar unter Naturschutz. Aber sie haben es schwer in unserer Stadt, die immer mehr vom Menschen gestaltet wird: es fehlen alte Bäume, wo sie in alten, ausgefaulten Astlöchern, Rissen und Spalten ihre Schlafhöhlen bauen können. Fehlen solche Unterkünfte wird es schwierig für den netten Bilch. Ihm bleibt dann nur die „neue Heimat“ - die Tiere wandern aus in menschliche Behausungen und nehmen beispielsweise Dachböden und Gartenhütten in Beschlag. Dort können sie manchmal zu lauten Untermietern werden.


Ein Herz für Siebenschläfer - was ist zu tun?

Lebensraum schützen - die natürliche Artenvielfalt fördern

Damit unsere sympathischen nächtlichen Kobolde sich auch weiterhin in Leverkusen wohl fühlen können, ist es wichtig, dass unsere Wälder mit dicken alten Bäumen nicht verschwinden. Jeder alte Baum ist wichtig für uns! Und auch für den Siebenschläfer mit seinen vielen Mitbewohnern wie  Spechte, Kleiber oder Fledermäuse. Alle Tiere und Pflanzen zusammen bilden eine Lebensgemeinschaft und sind ein eingeschworenes Team - sie brauchen einander!

Und auch die Streuobstwiesen mit alten Hochstammbäumen - einst ein Charakteristikum für das Bergische Land - verschwinden immer mehr aus dem Stadtumfeld.

Naturvielfalt ist lebenswichtig für unsere Erde – und auch für uns. Deshalb ist es wichtig, die Natur mit all ihren Lebewesen zu schützen!


Eimer und Regentonnen in Gärten verschließen

Behälter im Garten (Eimer, Rgentonnen, Töpfe, ...) immer mit einem Deckel verschließen oder ein Holz als Rauskletterhilfe in die Behälter stellen. Sie sind für Siebenschläfer und andere Tiere gefährliche Fallen, in denen sie verhungern können, da sie nicht mehr rauskommen. Zudem füllen sie sich bei Regen mit Wasser und die Tiere können ertrinken.

ein Leverkusener Mitbewohner
Foto: Erich Schulz

Nistkästen

Da alte Bäume und alte Streuobstwiesen rar geworden sind, kann man durch das Aufhängen von Nistkästen den Siebenschläfern und Vögeln zumindest eine "künstliche Höhle" anbieten. Dies können Meisenkisten mit einem ovalen Loch von mindestens 32mm Durchmesser oder spezielle Siebenschläferkobel sein.

Die Nahrungsgrundlage in Form von Bucheckern, Eicheln, Haselnüssen oder Früchten muss natürlich auf jeden Fall vorhanden sein.

Hier finden Sie einen NABU-Link mit Anleitungen zum Bau von Nistkästen
Hier finden Sie einen BUND-Link mit Anleitungen zum Bau von Nistkästen

mehr Infos...


Naturschutzgebiete

Für das Überleben geschützter Arten ist es wichtig, dass Rückzugsgebiete vorhanden sind, in denen die Natur noch intakt ist und Tiere und Pflanzen sich ungestört vermehren können. Da in Deutschland die meisten Bereiche durch den Menschen geformt werden und vom Menschen "genutzt" werden, werden speziell für diese Funktion Naturschutzgebiete ausgewiesen.

In diesen Bereichen steht die Natur im Vordergrund!

Deshalb die große Bitte vom Naturschutz:

  • Naturschutzgebiete nicht betreten - Ausnahmen sind die offiziellen Wanderwege!

  • keine Pflanzen pflücken

  • Hunde an die Leine nehmen, damit sie die Tiere dort nicht stören

Bitte kein Rattengift auslegen!

Dort wo Siebenschläfer leben ist Rattengift unbedingt zu vermeiden. Denn auch diese sympathischen Nagetiere können das Gift fressen!