Dr. Peter Wegner

Bundesverdienstkreuz für Dr. Peter Wegner


Seit über vierzig Jahren engagiert Dr. Peter Wegner sich ehrenamtlich im Bereich des Natur- und Artenschutzes und besonders für den Wanderfalken: Für diese Bereitschaft sich einzusetzen, wurde ihm von Bundespräsident Joachim Gauck das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ verliehen. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn händigte es am 04.02.2015 bei einer Feierstunde im Spiegelsaal des Schlosses Morsbroich aus. „Mit dem Bundesverdienstkreuz erhalten Sie die höchste Anerkennung, die unser Land ausspricht“, betonte Oberbürgermeister Buchhorn in seiner Ansprache und fuhr fort, „Ich bin mir sicher, nicht nur Ihre Familie, sondern auch alle, die Sie und Ihr Wirken kennen, freuen sich mit Ihnen über diese schöne Würdigung Ihrer langjährigen Arbeit.“

Schon in den siebziger Jahren begann sich Herr Dr. Wegner für das Überleben der Wanderfalken zu engagieren. Denn im Jahr 1970 galt der Wanderfalke in Nordrhein-Westfalen als ausgestorben. Ein Grund dafür war die Wirkung des Insektizids DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) auf die Wanderfalkeneier. Sie wurden durch die Chemikalie brüchig und dadurch für die Brut ungeeignet. Durch seinen Beruf als Chemiker bei Bayer konnte Dr. Peter Wegner mit dazu beitragen, die Wirkung von DDT auf die Wanderfalkeneier zu analysieren und mit seiner Lobbyarbeit helfen, das Verbot des auch für den Menschen gefährlichen Stoffes durchzusetzen.

Aber auch durch Schutzmaßnahmen half er, den Lebensraum des Wanderfalken zu sichern. Von 1976 bis 1995 gehörte Peter Wegner dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU Baden-Württemberg an. 1989 übernahm er die Leitung der neu gegründeten Sektion der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz im Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Nordrhein-Westfalen.

Seither wurden unzählige Kunsthorste an Fabrikschornsteinen, Sendemasten und Hochhäusern angebracht, um den Wanderfalken zusätzliche Nistmöglichkeiten anzubieten. Mit Erfolg: im Jahr 2013 lag die Zahl der sogenannten „Revierpaare“ in Nordrhein-Westfalen laut NABU wieder bei 189 Paare, davon brüteten 125 erfolgreich und zogen über 339 Jungtiere groß. „Übrigens kennt Herr Dr. Wegner viele davon sozusagen persönlich – denn mehr als ein Viertel der ausgeflogenen Jungfalken in NRW hat er selbst beringt“, hob Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn in seiner Laudatio hervor und lobte, nach wie vor nehme Peter Wegner für diese Tätigkeit den beschwerlichen Aufstieg auf Schlote, Kirchtürme und andere hohe Gebäude auf sich.
 

Karl König mit Hr Bahr (LVR)

Rheinlandtaler für Karl König

Wir freuen uns sehr, dass unser seit vielen Jahren aktives Mitglied Karl König am 30.01.2014 mit dem Rheinlandtaler vom LVR (Landschaftverband Rheinland) geehrt wurde. Hiermit wurde seine langjährige Arbeit für den Naturschutz z.B. Vorträge, Leitung von Exkursionen und seine Aktivitäten als Pressesprecher und Schatzmeister des BUND gewürdigt. Wir gratulieren herzlich!


Rheinlandtaler für Mechtild Höller

Aus den Reihen der Leverkusener Naturschützern wurden 29.09.2009 ebenfalls Mechthild Höller mit dem Rheinlandtaler geehrt.


Rheinlandtaler für Erich Schulz

01.07.2004 wurde Erich Schulz für seine unermüdliche ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz mit der Verleihung des Rheinlandtalers geehrt.

Seine Passion für den Naturschutz begann schon in den 70er Jahre. Über sein Hobby – die Fotografie – kam er den Pflanzen und Tieren in Leverkusen näher und begann sich für deren Schutz zu engagieren. Eine der ersten Aktivitäten war  zusammen mit dem 2. Vorsitzende Helmut Brune die vom Naturschutzverein aufgehängten Nisthilfen zu kontrollierte. Die für die Natur in Leverkusen so wichtigen Nistkastenreinigungen und –kontrollen führt er bis heute weiter durch.

Da die Ausrichtung des Vereins in den 70er Jahren in erster Linie auf die Vogelwelt abzielte, entwickelte er sich schon früh zu einem wahren Vogelstimmexperten und bot im Rahmen des Vereinsprogramms Vogelstimmwanderungen an. Damals hieß der heute noch aktive Naturschutzverein noch Deutscher Bund für Vogelschutz (DBV, 1990 in NABU umbenannt).

Erich Schulz war bereits damals nicht nur im praktischen Naturschutz draußen vor Ort tätig, sondern übernahm verschiedene Ämter als Kassenprüfer und Schriftführer. Als dann 1987 Hermann Brombach den Vorsitz abgab, wurde Erich Schulz mit großer Mehrheit zum 1sten Vorsitzenden gewählt.

Erich Schulz hat unermüdlich für den Naturschutz in Leverkusen gekämpft und viele Dinge ins Rollen gebracht, ohne die Leverkusen nicht so lebenswert wäre. So arbeitet er aktiv für die Natur vor Ort. Neben dem Reinigen und Neuaufhängen der Nistkästen für Meisen, Schwalben, Eulen oder Turmfalken ist er bei der Schaffung von Lebensräumen wie z.B. Pflanzen von Hecken, Pflanzen von hochstämmigen Obstbäumen, Mahd von Wiesen oder Schnitt der Kopfweiden dabei.

Dabei wirkt er auch als Impulsgeber für große neue Projekte. Bei seinen Nistkastenreinigungen fand er vor Jahren in einigen Kästen die seltenen Siebenschläfer. Daraus entwickelte sich das bundeweit bekannte Siebenschläfer-Projekt des NABU-Leverkusen.

Auch in diversen Gremien war und ist er ehrenamtlich für die Natur aktiv wie zum Beispiel seit 1985 im Landschaftsbeirat und ab 2008 auch noch im Jagdbeirat der Stadt Leverkusen.

1995 gründete der NABU Leverkusen zusammen mit anderen Naturschutzverbänden zur Pflege von Natur- und Landschaftsschutzgebieten eine eigene Biologische Station, die „NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln“. Sie pflegt die Natur für ein lebenswerteres  Leverkusen. Erich Schulz hat es inzwischen geschafft, dass die Station nicht nur mit fünf Mitarbeiter in Leverkusen aktiv ist, sondern auch mit zwei weiteren Biologen die Naturschutzflächen in Köln betreut.

Eine der wichtigen Eigenschaften von Erich Schulz ist immer sein Bestreben Menschen zueinander zu bringen. Daher war es auch in seinem besonderen Interesse, mit anderen Umweltschutzvereinen zusammenzuarbeiten. So hatte er viel Anteil daran, dass die beiden Leverkusener Naturschutzvereine NABU und BUND seit der Gründung des BUND im Jahr 1981 gemeinschaftlich in Leverkusen für die Natur tätig sind. Sie betreiben inzwischen sogar zusammen den beliebten Info-Treff der Naturschutzverbände in Manfort.


Rheinlandtaler für Ingrid Mayer

04.12.2001 wurde Ingrid Mayer für seine unermüdliche ehrenamtliche Arbeit für den Naturschutz geehrt.


Ehrungen für Naturschützer:

 

11.11.1979 H. Kinkler Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen 2. Preis
03.06.1980 Hans-Martin Kochanek Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen 1/3 1.Preis
03.06.1980 E. Schmitz Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen 2. Preis
22.09.1980 Hermann Brombach Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen 2.Preis
04.06.1981 Hans-Martin Kochanek Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen
04.06.1981 Eduard + Ingrid Mayer Umweltschutzpreis der Stadt Leverkusen
11.11.1982 Hermann Brombach Umweltschutzpreis Stadt Solingen
25.05.1984 H. Kinkler Albert-Steeger-Stipendium des LVR
21.09.1985 Hermann Brombach Umweltschutzpreis Stadt Köln
05.06.1987 Hermann Brombach Umweltschutz-Ehrenpreis Stadt Leverkusen
05.06.1987 Hans-Martin Kochanek Umweltschutzpreis Stadt Leverkusen 1.Preis
02.05.1988 H. Kinkler  Bundesverdienstkreuzes am Bande
08.07.1988 Hermann Brombach  Bundesverdienstkreuzes am Bande
14.11.1988 DBV-Leverkusen + -Köln Europäischer Umweltpreis 1988
25.09.1989 Ak Biotopvernetzung Umweltschutzpreis der Stadt Köln 1989
01.02.1993 Gertrud Brod Wassersparwettbewerb HAKAWERK 1. Preis
30.04.1994 Richard Kraus Silberne NABU-Ehrennadel (ehem. DBV-Lev.)
04.12.2001 Ingrid Mayer Rheinlandtalers (LVR)
01.07.2004 Erich Schulz Rheinlandtalers (LVR)
29.09.2009 Mechtild Höller Rheinlandtalers (LVR)
08.06.2010 Hans-Martin Kochanek Leverkusener Löwen
24.04.2012 NAJU-Leverkusen Regenbogenpreises (LVR)
17.10.2013 H. Boden Rheinlandtalers (LVR)
30.01.2014 Karl König Rheinlandtalers (LVR)
04.02.2015 Dr. Peter Wegner Bundesverdienstkreuz am Bande