... fast weg!

Durch die anhaltende Zerstörung dieses einzigartigen Lebensraumes sind viele der Pflanzen und auf sie angewiesenen Insekten seltener geworden und z. T. sogar gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Man hört oft vom starken Rückgang der vielen in Deutschland einheimischen Wildbienenarten, aber auch Spinnen, Heuschrecken und Schmetterlinge sind vom Verlust ihres Lebensraumes betroffen. Aber auch Kornrade oder Margeriten sind inzwischen fast nirgendwo mehr in der Natur zu finden.

Warum sind Blumenwiesen so selten geworden?

Diese Entwicklung wird durch verschiedene Aspekte verschuldet. Entweder werden ganze Gebiete durch den wachsenden Städte- und Straßenbau versiegelt, oder der Boden wird in solcher Weise bearbeitet, dass die Blumen nicht mehr gedeihen. Dies geschieht vor allem in der intensiven Landwirtschaft, in der Praktiken wie (Über)Düngung und Anwendung von Herbiziden Wildpflanzen regelrecht dezimieren. Es bleiben nur wenige anspruchslose Arten wie Löwenzahn, die sich noch ausbreiten können. Auch Feuchtgebiete werden für landwirtschaftliche Nutzung oder Häuser- bzw. Straßenbau trockengelegt. In den Städten sieht es nicht viel besser aus. Wildblumen sind in den gepflegten Gärten und Parks unerwünscht und werden teilweise gnadenlos bekämpft. Brachen werden bebaut, um jedes Stück Land wirtschaftlich nutzen zu können. Und so wächst heute schon eine Generation auf, die meist Wildblumen weder kennt noch Gelegenheit hat, sie zu erleben.