Naturgarten-Tipp für August

für Vögel
Vogeltränke aufstellen

An heißen Augusttagen sollte für Vögel eine Vogeltränke aufgestellt werden. Eine flache Schüssel, ein Blumentopf-Untersetzer oder ein Suppenteller tun es auch! Wichtig: die Tränke muss „katzensicher“ aufgestellt werden: an einem gut einsehbaren Platz - am besten in 1m Höhe. Das Leben spendende Nass muss täglich gereinigt und gewechselt werden, um die Vögel vor Krankheiten zu schützen.

für Vögel
Sandbad aufstellen

Vögel baden auch gerne im Sand, das hilft ihnen gegen Parasiten. Sie können Vögeln helfen, indem Sie ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten (katzensicher!).

für Zierpflanzen
Rückschnitt

Ein Rückschnitt nach der Blüte sorgt ggfs. für eine zweite Blühwelle im Spätsommer und Frühherbst, die Bienen sind dankbar dafür!

für heimische Artenvielfalt
Indisches Springkraut ausreißen

Indisches Springkraut ist ein Neophyt, der hier nicht hingehört. Es ist ausgesprochen wuchskräftig und überwuchert die heimische Flora. Wenn möglich VOR der Fruchtung ausreißen und im Mülleimer entsorgen, damit es nicht wieder anwachsen kann.


Naturgarten-Tipp für Juli

für Bienen/Hummeln/Schmetterlinge
Unterstützung durch Fütterung

Entkräfteten Honigbienen oder Schmetterlingen kann man im Garten recht einfach helfen. Heben Sie  die Biene mit einem Stück Papier vorsichtig auf. Dann lösen Sie einen halben Teelöffel Zucker oder Honig in etwas Wasser auf und bieten es dem Tier per Löffel an.

für Pflanzen
Richtig gießen

Beim Wässern des Gartens ist das gründliche Gießen direkt im Wurzelbereich der Pflanzen besser als ein großflächiges Beregnen. Mit der altmodischen Gießkanne kann man gezielt dort wässern, wo es nötig ist und dabei sehr gut dosieren.
Da der Boden das Wasser nicht sofort aufnehmen kann, sollte man sich beim Gießen Zeit lassen: Wässern, eine halbe Stunde Pause, dann noch einmal Wässern.


Naturgarten-Tipp Juni

für Moore
Torf gehört nicht in den Garten - durch den Abbau werden wertvolle Ökosysteme zerstört 

Legen Sie doch lieber einen Komposthaufen im Garten an. Dort können Sie bequem Garten- und Küchenabfälle entsorgen und wertvollen Gartendünger produzieren. Das spart Müllgebühren und man kann auf Torf verzichten. Es gibt sogar einen entscheidenden Nachteil bei Torf: Torf kann kein Wasser mehr speichern, sobald er einmal ausgetrocknet ist.

• für Zierpflanzen
Es gibt Alternativen zu chemischen Insektiziden!

Als hilfreiches Mittel gegen Blattläuse und Milben hat sich selbstgefertigte Brennnesselbrühe bewährt, die aus einem Kilogramm frischen Brennnesseln auf zehn Liter Wasser zubereitet und nach 24 Stunden unverdünnt ausgespritzt werden kann.


Naturgarten-Tipp Mai

für Vögel
beim Brutgeschäft nicht stören 

Deswegen bitte zur Brutzeit auch keine Hecken schneiden

für Vögel
Jungvögel nur schützen, wenn sie Schutz brauchen

Jungvögel sind nicht unbedingt Waisen, wenn sie außerhalb des Nestes sitzen und "herzzerreißend" fiepen. Es können auch Ästlinge sein, die weiterhin von den Altvögeln versorgt werden. Beobachten Sie genau, ob nicht immer wieder Altvögel das Junge versorgen. Ggfs. setzen Sie das Junge auf einen Baum, damit es vor Katzen sicherer ist.

für Wildkräuter
Bitte nicht pflücken

Wildblumen sind am natürlichen Standort am schönsten. Genießen Sie vor Ort und machen Sie ein Foto - aber bitte nicht abpflücken. So können Wildblumen noch viele andere Menschen nach Ihnen erfreuen und natürlich auch ihren Samen ausbilden.


Naturgarten-Tipp April

für Schwalben
Lehm für die Nester anbieten

Eine regelmäßig feucht gehaltene Lehmpfütze im Garten kann den rückkehrenden Schwalben als Nestbaummaterial dienen (angesichts zunehmender Asphaltierung fehlt es oft an Nestbaumaterial)

für Vögel
Eine Vogeltränke aufstellen

Eine Vogeltränke sollte flach sein und eine raue Schale mit sanft ansteigenden Wänden haben – in der Mitte nicht tiefer als etwa 8–9 cm. (eine Schale oder einen Blumenuntersetzer umfunktionieren, aus Mörtel selber bauen oder kaufen)
Stellen Sie die Vogeltränke an einer gut einsehbaren Stelle auf, damit sie vor Katzen geschützt ist. Ein Baum in der Nähe ist gut, dort trocknen sich die Vögel nach dem Bad.

für Vögel
Nestquirle binden / schneiden

Frei brütende Singvögel kann man unterstützen, indem man ihnen feste Unterkontruktionen für ihr Nest anbietet. In Büschen kann man dafür mehrere Zweige zusammenbinden. Die Zweige müssen einen Trichter bilden, der so groß wie eine Faust ist. Sie sollten sich dabei kreuzen und sich gegenseitig verstreben, damit sich die Lage auch bei Wind nicht verändert.
Bei Bäumen kann man Nestquirle durch den Schnitt erzeugen: Vor dem Austrieb werden die Gehölze in 1,20 oder 1,80 m Höhe abgesägt. Um die Schnittstelle herum entwickeln sich bald ringförmig neue Schößlinge. Im kommenden Herbst schneiden wir diese Schößlinge auf etwa 10 cm zurück. Durch den erneuten ringförmigen Austrieb bildet sich dann eine richtige Nistkrone. Die Bäume sollten nicht zu schattig stehen - im Schatten entwickeln sich keine dichten Verzweigungen.

für Amphibien
Unterschlupf anbieten

ein morsches Holzstücke auf den Boden legen - das langt den Amphibien als Versteck.


Naturgarten-Tipp: März

• für Amphibien
Teiche in Ruhe lassen

Einige Amphibien (Molche, Grasfrösche) legen ihre Eier schon recht früh im Jahr im Teich ab. Um diese Eier/Larven nicht zu gefährden, sollten keine Arbeiten mehr am Gartenteich durchgeführt werden.

• für Insekten
Nisthilfen für Insekten aufhängen

Wildbienen und Hummeln werden bei warmem Wetter bald aktiv und suchen Möglichkeiten zur Eiablage.

mehr Infos...

• für Wildkräuter
eine Oase für Wildkräuter schaffen

Beim Einteilen der Gartenbeete ein spezielle Feld für Wildkräuter reservieren, in dem sich diese Pflanzen ansiedeln dürfen.


Naturgarten-Tipp: Februar

• für Vögel
Nistkästen aufhängen

Die ersten Meisen suchen schon wieder nach Nistmöglichkeiten. Hängen Sie Nistkästen auf!

- Für die Befestigung der Nistkästen an Bäumen bitte rostfreie Alunägel oder Drahtbügel verwenden, um Schäden am Baum zu vermeiden.
- Die Nistkästen sollten so angebracht werden, dass die Vögel freien Anflug haben – im Dickicht oder  dicht verzweigten Bäumen werden die Nistkästen nicht gut angenommen.
- Eine Höhe von mindestens 2 bis 3 m ist angebracht, um vor Katzen und Mardern zu schützen.
- Das Flugloch sollte in Richtung Süden oder Südosten zeigen (keineswegs in die Richtung, aus der üblicherweise Sturm und Regen herkommen).
- Ein Nistkasten darf nicht nach hinten, sondern eher nach vorne kippen, um das Eindringen von Regen zu verhindern.

• für Vögel und Pflanzen
Hecken bis spätestens Ende Februar schneiden/auf den Stock setzen

Im Frühling beginnt die Brutsaison der Vögel. Damit sie ungestört in den Gehölzen nisten können,   müssen Hecken bis spätestens Ende des Monats geschnitten werden.
Ab März gilt dann in Wohngebieten bis zum 30. September ein gesetzlicher Bestandsschutz.

Bei Minusgraden sollte man Heckenpflanzen nicht schneiden. Durch die offenen Schnittstelle ist die Pflanze dann nämlich besonders frostempfindlich.


Herbsttipps für den Garten

Wir können alle etwas für unsere Tiere im Garten tun, um ihnen das Überwintern in unseren Gärten zu erleichtern.

Etwas Unordnung im Garten ist in Ordnung! Und sogar für viele Tiere lebenswichtig - denn sie brauchen gerade im Winter Futter und Schutz. Daher entfernen Sie nicht alle verblühten Blumen, denn Insekten überwintern in ihren Stengeln und Vögel ernähren sich von den Samenständen. Gehölze und Stauden, die im Herbst zurückgeschnitten werden, liefern nützliches Material, das als Reisighaufen in einer Ecke des Gartens aufgeschichtet werden kann. Es bietet Schutz und Nahrung für Igel, Kröten oder auch Eidechsen. Andere "Gartenabfälle" wie Laub und Gras können als Mulch auf Beete und unter Bäumen verteilt werden. Dort verrotten sie den Winter über, führen dem Boden auf natürliche Art Nährstoffe zu und schützen diesen vor Trockenheit und extremer Kälte. Davon profitieren auch die vielen Kleinstlebewesen wie Würmer und Insekten, die für einen gesunden Boden unentbehrlich sind.

Auf den Laubsauger kann man gut verzichten, denn dieser zerstört die im Laub versteckten Lebewesen und erzeugt zusätzlich Abgase und eine Menge Lärm (die Nachbarn werden es Ihnen ebenfalls danken).


Die Monatstipps und vieles mehr sind auch beim NABU Berlin zu finden. Hier können Sie viele Tierarten  intensiver kennenlernen, sich über spezielle Aktionen des Naturschutzbunds informieren und Ökosysteme kennenlernen.