Was ist ein Naturgarten?

Eine allumfassende Definition für Naturgärten gibt es eigentlich nicht, denn Naturgärten sind sehr vielfältig, was auch einen Teil ihres Reizes ausmacht. Aber es gibt Eigenschaften, die einen Naturgarten auszeichnen und zwar das Ziel, für die Natur einen Lebensraum zu bieten.

Gerade für diejenigen, die in der Stadt wohnen, kann solch ein Kleinod von großer Bedeutung sein, denn natürliche, intakte Landschaften sind heutzutage rar. Aber auch in ländlichen Regionen führt die intensive Landwirtschaft dazu, dass die Natur immer weiter verdrängt wird. Naturgärten können diese Lebensräume nicht vollständig ersetzen, aber je mehr Menschen es gibt, die der Natur einen Platz in ihrem Garten (oder Balkon) einräumen, umso besser stehen die Chancen für Pflanzen und Tiere zu überleben - bis hoffentlich in naher Zukunft eine Umkehr in der Landschaftsnutzung stattfindet. Darüber hinaus bieten Naturgärten einen hohen Erholungswert und helfen Großen und Kleinen wieder mehr über heimische Tier- und Pflanzenarten zu lernen.

Es bieten sich jedem, der ein Stück Garten oder Balkon sein Eigen nennt, viele Möglichkeiten diesen Raum mit Leben, Farben und Düften zu füllen. Viele haben die Erfahrung gemacht, dass eine naturnahe Gestaltung bedeutet, das man mehr erleben und entdecken kann: in einem Naturgarten ist immer was los!

Wir möchten Ihnen mit den Fotoserien verschiedene Tipps und Anregungen sowie eine vielleicht andere Sichtweise des Gartens vorstellen. Aber seien Sie gewarnt: Hat man den Einstieg gefunden, lässt es einen nicht mehr los!

Auch in unserer allernächsten Umgebung können wir der Natur ein Stückchen von den Raum zurückgeben, den wir ihr durch Überbauung Tag für Tag wegnehmen.

Nisthilfen
Das Aufhängen und die Pflege von Nistgelegenheiten für unsere heimische Vogelwelt ist der Ursprungsgedanke des NABU – früher Deutscher Bund für Vogelschutz. Insbesondere den Meisenarten, aber auch Kleiber, Waldkauz und den Schwalben, kann so die Brut ermöglicht werden und somit der Wegfall der natürlichen Brutmöglichkeiten ausgeglichen werden.

Gartenteich
Ein Kleinod im Garten kann der Gartenteich sein. Wo sonst kann man in unmittelbarer Nähe Frösche, Molche, Libellen und wunderschöne Wasserpflanzen beobachten und gleichzeitig diesen seltenen Tieren wieder die Möglichkeit zum Leben geben.

Blumenwiese Vielfalt ist in. Wenn der Rasen nicht zum Spielen oder als Fußballplatz benötigt wird, gibt es viele GartenbesitzerInnen, die inzwischen schon Blumenwiesen anlegen, um sich an dieser bunten Vielfalt zu erfreuen. Freuen tun sich auch Schmetterlinge & Co., die auf den vielen Blüten Nahrung finden können.

Fassadenbegrünung
Ein Pflanzenkleid hält das Haus im Sommer kühl und im Winter warm, filtert Staub und schädliche Abgase aus unserer Atemluft, ist Lebensraum für viele Tiere und gibt dem Haus ein freundliches und behagliches Aussehen – Gründe genug, um "Grün am Haus" zu wagen!

Heimische Pflanzen z.B. Stockrose (Alcea rosea)
Das hochwüchsige Malvengewächs mit seiner Farbenvielfalt war ein sommerliches Wahrzeichen alter Gärten und ist heute wieder ein unübersehbarer Blickfang am Zaun oder an einer warmen Hauswand.

Heimische Teichpflanzen z.B. Sumpfdotterblume (Sarotthamnus scoparius)
Die Sumpfdotterblume ist im Frühjahr einer der ersten einheimischen Farbtupfer in den flachen Zonen unserer Gartenteiche. Sie kann auch noch in einigen Naturschutzgebieten in Leverkusen gefunden werden.

Dachbegrünung / Mauerpfeffer
Bewachsene Dächer tragen dazu bei, die Wärme der Innenräume zu speichern und sind zudem eine wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung des Stadtklimas.