Mehr Sauerstoff für Leverkusen ! - eine Offensive für den Klimaschutz

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Praxistipps für Jedermann ...

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Klima- und Ressourcenschutz beginnt beim Papier!

So groß wie ein Fußballballfeld ist das Stück Regenwald, das alle 4 Sekunden zerstört wird. Das sind 15 solcher Felder in der Minute!
Wenn wir uns als als Verbraucher bemühen, nur Holzprodukte aus zertifizierten Wäldern (FSC) und Recyclingpapier zu kaufen, können wir mithelfen, diesen Wahnsinn zu stoppen.

Hier ein paar CO2 - Einspareffekte in Zahlen:
* Mit 3 Blatt Recyclingpapier können Sie eine Kanne Kaffee kochen.
* 500 Blatt waschen Ihre Wäsche.
* Mit 1000 Blatt können Sie 50 km fahren.

Achten Sie also vor allem auf die beiden folgenden Siegel:

FSC – Forest Stewardship Council
Die 1993 gegründete, gemeinnützige, international tätige Organisation, in der Umweltverbände, Sozialorganisationen, Forstbetriebe und Unternehmen der Holzverarbeitung zusammenarbeiten, setzt sich weltweit für eine ökologische und sozialverträgliche Waldbewirtschaftung ein. Sie vergibt das FSC-Gütesiegel für Produkte, deren Holz aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammt. Die Einhaltung der zehn weltweit gültigen FSC-Prinzipien wird überprüft: Jedes Unternehmen aus der Produktionskette – vom Forstbetrieb bis zum Handelsunternehmen – muss sich nach dem COC (Chain of Custody)-Standard des FSC zertifizieren lassen.

Umweltzeichen „Blauer Engel“
Als ältestes Umweltzeichen für Produkte und Dienstleistungen zeichnet der „Blaue Engel“ umweltgerechte, Ressourcen schonend hergestellte Produkte aus, die hohe Anforderungen an Gesundheit, Arbeitsschutz und Gebrauchstauglichkeit erfüllen. Das Gütesiegel ist in vier Kategorien unterteilt, die den jeweils wichtigsten Umweltfaktor hervorheben: Schutz des Klimas, Schutz der Gesundheit, Schutz des Wassers und Schutz der Ressourcen.

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"Detektive" für eine zukunftsfähige Welt gesucht!

Regelmäßig wird von den Medien über Hitzewellen oder steigende Meeresspiegel als Folge des Klimawandels berichtet und überall werden wir zum Handeln aufgefordert.

Da Klimaschutz das zentrale Thema dieses Jahrhunderts für unsere Erde ist, hier eine kleine Zusammenfassung mit Tipps und Tricks für den Heimgebrauch.

Die Verantwortung für den Klimaschutz liegt nicht allein bei der Politik, der Wirtschaft oder bei fernen Regierungen – sie liegt bei jedem Einzelnen.

Jeder sollte in seinem Lebensumfeld prüfen, wo er noch Handlungsmöglichkeiten sieht. Das Schöne ist: Klimaschutz kann Spaß machen und ist mehr als Abfalltrennung  und Energiesparen!

Die neue Rolle „Detektiv für eine zukunftsfähige Welt“ könnte doch auch SIE locken! Spannende Fragen warten auf ihre Antwort wie zum Beispiel „Was haben denn biologische Lebensmittel mit Klimaschutz zu tun?“ oder „Ist mein Fleischkonsum relevant für die Erderwärmung?“ oder auch „Der Regenwald ist ein wichtiger CO2-Speicher? Warum denn das?“.

Eine  aktuelle Umfrage der EU zeigt auf, dass 68% der EU-Bürger den Klimawandel zwar als sehr ernstes Problem empfinden, aber nur 35% der Befragten sich persönlich von den Folgen des Klimawandels betroffen fühlen.

Eine Ursache für diese passive Haltung ist teilweise die fehlende Information über die überaus komplexen Faktoren des Klimawandels und auch seiner unabsehbaren Folgen.

Häufig kommt aber beim Thema Klimaschutz auch eine gewisse Hilflosigkeit und das Gefühl der Machtlosigkeit  auf. „Was sollen denn meine kleinen Aktivitäten bei diesem gigantischen Thema schon helfen?“

Doch viele kleine Aktivitäten ergeben eine große Macht – auch eine riesige Sanddüne besteht nur aus vielen kleinen Sandkörnern! Die Macht jedes Einzelnen als Verbraucher hat somit eine immense Effektivität, die beim Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Nicht umsonst boomen aktuell die biologischen Lebensmittel: der Kunde will die gesunden Lebensmittel und die Landwirte kümmern sich verstärkt darum! Jeder Einzelne entscheidet täglich beim Einkauf, welchen Produzenten er unterstützt: bei Lebensmitteln und bei allen Gütern des täglichen Bedarfs.

In allen Bereichen lässt sich etwas tun – und das mit teils ökonomischen teils auch gesundheitlichem Vorteilen für sie selber:

1) Konsum / Ernährung

  • Regional einkaufen (z.B. Äpfel aus Deutschland statt aus Übersee)
  • Bei Geschäften nach fehlenden Bioprodukten nachfragen
  • Putzmittel auf Umweltverträglichkeit prüfen
  • Hygienepapier aus Altpapier kaufen (Blauer-Engel-Gütesiegel)
  • Keine Wegwerfprodukte kaufen
  • Möbel aus zertifiziertem FSC-Holz wählen, statt aus Tropenholz
  • Lebensmittel nicht wegwerfen

2) Mobilität

  • Radfahren statt Autokurztripps z.B. zum Bäcker
  • Wer nicht auf Flugreisen verzichten kann/will: unter www.atmosfair.de können sie durch eine freiwillige Klimaabgabe für klimafreundliche Projekte spenden
  • Bus- und Bahnfahren macht auch Spaß!

3) Energie

  • Die Heizkörperventile zudrehen, wenn man nicht zuhause ist
  • nur Haushaltsgeräten mit optimale Energieeffizienzklassen kaufen
  • Wäsche an der Luft trocknen statt im Wäschetrockner

4) Wärme / Wasser / Strom

  • Wäsche bei 30 oder maximal 60 Grad waschen
  • Standby-Geräte immer ausschalten (z.B. mit Steckerleisten)
  • Sparspüler bei Toiletten verwenden

 5) Und noch Vieles mehr

  • vegetarische Kochrezepte ausprobieren (statt Fleisch)
  • Dinge recyceln statt in den Müll zu werfen
  • Den Garten naturnah anlegen statt englischen Rasen
  • ...

… ihrer Kreativität als „Detektiv“ sind keine Grenzen gesetzt!!

Viele praxistaugliche Tipps zum Klimaschutz finden sie auch im Internet unter www.naturgut-ophoven.de/index.php?id=61

Bewusste Entscheidungen sind Trumpf! - und je mehr Fragen man sich stellt, desto interessierter nimmt man die Welt wahr.

Zur Unterstützung des Klimaschutzes sammeln die  Leverkusener Umweltschutzverbände NABU und BUND in ihrem Infotreff, Gustav-Heinemann-Straße 11 diverse Wertstoffe: z.B. Korken, CDs,  alte Handys, damit die Rohstoffe wieder in den Kreislauf gebracht werden. Dort gibt es auch den neuen Einkaufsführer für Leverkusen und Umgebung von 2011, der sie beim Einkauf von biologischen und regionalen Lebensmitteln unterstützt. Weiterhin wird bei Trödelmärkten „unnütz Gewordenes“ wieder an den Mann oder die Frau gebracht.

Ihr Engagement lohnt sich! - für die Bewahrung der Schöpfung und für ein gerechte Welt!

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Kleine Ideen mit großer Wirkung ...

Wissen Sie, welchen Anteil unser Essen an der globalen Erderwärmung hat? 20% der Treibhausgase - d.h. ein Fünftel ! - gehen auf das Konto der Ernährung! Hier nur zwei Zahlen, die belegen, wie Sie durch eine Umstellung Ihrer Ernährungs- und Einkaufsgewohnheiten das Klima schützen können: Erstens: Der Bio-Landbau verursacht nur bis zu 50% der klimaschädlichen Treibhausgase wie der konventionelle. Zweitens: Um 1 Kilogramm Rindfleisch herzustellen, wird 43-mal so viel Treibhausgas freigesetzt wie bei der Erzeugung von 1 Kilogramm Gemüse. Also - nach Bioprodukten Ausschau halten und mehr Gemüse als Fleisch essen!

Die nicht mehr ganz so jungen Leser unter Ihnen erinnern sich vielleicht noch an "Kohlhiesels Töchter". Da sang Lilo Pulver: "Jedes Töpchen braucht ein Deckelchen...". Wusste sie schon, dass man mit dieser Methode 30% Energie beim Kochen sparen kann? Sie wollen ja die Suppe und nicht die Atmosphäre zum Kochen bringen...

Das Handy muss aufgeladen werden, die Kamera ist leer, der MP3-Player gibt keinen Ton mehr von sich - da muss das Ladegerät her! Doch ein kleiner Tipp nebenbei: Solange dieses am Netz ist, verbraucht es permanent Strom (selbst wenn nichts dranhängt). Deshalb das Netzteil nach abgeschlossener Ladung sofort aus der Steckdose ziehen - das spart bis zu 30% Energie.

Plastiktragetaschen sind immer noch vieler Käufer liebstes Kind. Dabei sind Tüten aus Polyethylen oder Polypropylen ein echtes Ärgernis - 600 Jahre dauert es, bis sie komplett zersetzt sind, und will man sie vorher loswerden und verbrennt sie, entsteht das Treibhausgas CO2. Es gibt so viele hübsche und praktische Alternativen!

Tun Sie, was Sie schon längst tun wollten: Wechseln Sie Ihren Stromanbieter und zahlen Sie künftig nur noch für "grünen" Strom. Warum sich weiter von einem großen Energiekonzern mit Atom- und Kohlestrom versorgen lassen, wenn so vieles dagegen spricht? Übrigens: Der Wechsel ist einfacher und preiswerter, als Sie vielleicht denken.

Ingrid Mayer

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Vorschulkinder wissen wie’s geht

Triangel: Eine erfolgreiche Drei-Länder-Kooperation für den Klimaschutz

Kinder in Europa lassen sich schon im Vorschulalter für den Klimaschutz begeistern. So das Fazit eines zweijährigen Erfahrungsaustausches zwischen Leverkusen und den Partnerstädten Ratibor/ Polen und Villeneuve d'Ascq / Frankreich. Ende März 2009 trafen sich Pädagogen und Fachleute der Umwelterziehung aus den drei Ländern in Ratibor. Nachdem sie ein Jahr lang in Vorschulen und Kindertagesstätten nach den besten Methoden gesucht hatten, Kindern das Energiesparen nahe zu bringen, stellten sie bei einer Konferenz ihre Ergebnisse vor. Sie setzten damit einen Dialog fort, der vor einem Jahr auf NaturGut Ophoven, dem Leverkusener Zentrum für nachhaltige Umwelterziehung, im Rahmen des Projekts Triangel begonnen hatte.

Weitere Informationen über die Ergebnisse des Projekts und Inhalte der Auftaktkonferenz in Leverkusen vom 1. bis zum 4. April 2008 sowie der Abschlusskonferenz in Ratibor vom 25. bis 27. März 2009 finden Sie unter www.triangelenergie.eu.

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Klimawandel

Der Klimawandel ist längst kein abstraktes, wissenschaftliches Phänomen mehr. In vielen Teilen der Welt und auch hier bei uns sind die ersten Folgen der Erderwärmung längst spürbar. Der neue Klimabericht der Vereinten Nationen, unterstreicht eindrucksvoll, dass Klimawandel Realität ist: Elf der letzten zwölf Jahre waren die wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.

Niemand kann das Klima alleine retten, aber Industrienationen wie Deutschland müssen ihren entscheidenden Anteil leisten. Für uns gilt es unseren heutigen CO2–Ausstoß bis 2050 um 60 bis 80% zu senken!

Ein unerfüllbares Ziel? Keineswegs, sagen Ingrid Mayer und Waltraud König-Scholz, die Kreisgruppensprecherinnen des BUND Leverkusen! Wenn wir unseren Ausstoß jedes Jahr um nur 3% reduzieren, können wir dieses Ziel erreichen.

Und die übergeordneten Wege dorthin? Vier sind es, mehr nicht!

1.

Erneuerbare Energien ausbauen

 

Bis jetzt ist Deutschland weltweites Vorbild. Bringen Sie als Verbraucher die Energiewende voran und wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter !

2.

Dezentrale Kraftwerke statt Kohle

 

Die neuen großen Kohlekraftwerke müssen verhindert werden. Eine viel höhere Effizienz haben dezentrale Blockheizkraftwerke, die nicht nur Strom, sondern auch Wärme für die umliegenden Siedlungen produzieren.

3.

Benzinverbrauch halbieren

 

Da sich die Autohersteller dem Klimaschutz verweigern, muss die EU verbindliche Verbrauchsgrenzwerte durchsetzen. Wer heute ein 5-Liter-Auto kauft, reduziert den CO2 –Ausstoß erheblich.

4.

Strom- und Wärmeverschwendung beenden

 

Wer Stromfresser zu Hause abschaltet und für Wärmedämmung sorgt, spart eine Menge Geld und schützt das Klima.