Sie haben viele Chancen, selber für ein blühendes Leverkusen aktiv zu werden!

* Im eigenen Garten
Fast jeder Garten – und sei er noch so klein – bietet die Möglichkeit, eine Blumenwiese anzulegen.

Am attraktivsten wird sie, wenn man Samen von einheimischen Wildblumen einsät (s. Bezugsquelle). Die Fläche sollte dafür möglichst bewuchsfrei gemacht werden und am besten mit einer Schicht von ca 5cm Sand überdeckt werden – denn: die schönsten Blumenwiesen wachsen auf ganz mageren Böden. Düngen wäre vollkommen falsch.

Auch wenn Sie in der bestehenden Wiese nur einen Quadratmeter Blumenwiese anlegen, hilft das der Natur! Oder Sie legen ein kleines Beet mit Blumen an. Und selbst Kübel mit Blüten für Hummel & Co sind hilfreich.

* in der Stadt
Helfen Sie mit, auf öffentlichen Flächen Lebensräume und Nahrung für Bienen, Hummel & Co zu schaffen. Es gibt viele Bereiche, die sich für die Anlage von bunten Blumenwiesen eigen. Daher: zeigen Sie Initiative als Bürgerin und Bürger. Das können Sie tun:
-    Am Anfang nicht zu groß planen
-    Suchen Sie Gleichgesinnte
-    Finden Sie Förderer
-    Sprechen Sie mit den Verantwortlichen


Die Spatzen pfeifen es von den Dächern - so geht es nicht weiter!

....schon wieder eine Siedlung voller Neubauten ohne Platz für Spatzen, Schwalben, Mauersegler u.a.
.....schon wieder ein ganzer Stadtteil saniert und wärmeisoliert, ohne an die bisherigen Mitbewohner unterm Dach und in Wandnischen zu denken.

Nicht einmal Zeit für die Suche nach neuen Quartieren und zum Umzug wird ihnen gelassen.
Aber Umzug? Wohin? Überall das gleiche Bild! Kürzlich rühmte sich sogar eine Stadt, die mit D anfängt und mit Dorf aufhört, "spatzenfrei" zu sein.

Doch auch das wird von den Dächern gepfiffen, im Rahmen einer Aktion "Platz für Spatz & Co" von BUND und NABU in Leverkusen und anderenorts, wurden in einigen Hausfassaden Niststeine eingelassen und damit Ersatzwohnraum geschaffen.

Wenn das "Schule" machen würde, bestünde die Chance zur Rückgewinnung einer verlorenen Vielfalt an Vögeln und Fledermäusen.
Hierzu gehört allerdings auch ein entsprechendes Nahrungsangebot. Blumenwiesen, Brach - und Ruderalflächen, Ackerraine und durch Bäume und Vogelhecken kleingliedrig gestaltete Felder, deren Früchte ohne Pestizide und Insektizide heranwachsen können, spielen dabei eine Schlüsselrolle. Ein möglichst großer Anteil an nicht versiegelten Flächen rundet das Bild ab. Träumerei?

Wohl nicht, sondern nackte Notwendigkeit, denn das, was für Spatz & Co gilt, trifft auf alle Geschöpfe zu. Dabei ist der Mensch natürlich einbegriffen und verantwortlich. Das System unserer Natur funktioniert auf Dauer nur mit allen gemeinsam.

In der alten Feuerwache, Bahnstadt Opladen, genau gegenüber der NABU/BUND Blumenwiese, hat der Bauträger gemeinsam mit den Naturschützern Verantwortung übernommen. Ein Platz für den Turmfalken im Turm und jede Menge Platz für Spatz & Co unter den Dachüberständen.
Ein schönes, zur Nachahmung geeignetes Beispiel.

Rainer Morgenstern