Die Natur entlang der Balkantrasse selber machen lassen!

Seit der Eröffnung im April 2012 ist die Balkantrasse eine neue beliebte Strecke, um mit dem Fahrrad von Burscheid bis nach RS-Lennep zu gelangen, oder auch um einen angenehmen Spaziergang fern von der Hauptstrasse zu machen. Ab 2013/14 wird die Strecke nach Leverkusen Opladen erweitert, die sich an einer ehemaligen Bahntrasse orientiert und daher starke Steigungen vermeidet. (Streckenführung)
Seitdem die Arbeiten auf dem ersten Teil abgeschlossen wurden, sind die ersten Pflanzen wieder auf dem Vormarsch und erobern sich die Wegränder zurück. Wer sich die Zeit nimmt und genau hinschaut wird interessante Formen und schöne Farben entdecken, vor allem bei den Vertretern, die oft eher abfällig als Unkraut bezeichnet werden. Dabei handelt es sich oft bei diesem “Unkraut” um Heilpflanzen und wichtige Nektarlieferanten für Insekten.
Es ist spannend zu sehen, wie diese Wegränder sich in der Zukunft entwickeln werden, wenn sie weitgehend sich selber überlassen werden und dort Vögel und Insekten Schutz und Nahrung finden können. Daher hoffen wir, dass auf einen radikalen Beschnitt der Pflanzen verzichtet wird und die Natur sich optimal entwickeln kann. Hier ein paar Eindrücke aus Burscheid von Isabel Rixen im Juni 2012.

Ein "Einstieg" in die Balkantrasse

Bekannte Arten wie Klatschmohn und Kamille wachsen gerne da, wo vorher nichts war, und sind meist nur im ersten Jahr zu bewundern. Vor allem bei wenig Wind kann man den intensiven Duft der Kamille geniessen.

Weidenröschen kommen in verschiedenen Variationen: manche wachsen über einen Meter hoch und sind bei Bienen sehr beliebt.

Bei Pippau ist der flaumige Pappus ähnlich wie beim Löwenzahn noch interessanter als die Blüte selbst, vor allem aus der Nähe betrachtet.

Ganz wichtig sind Stellen wie diese, wo totes Holz als Brutplatz für den Zaunkönig oder als Schutz zur Überwinterung für den Igel dient. Hier gibt es auch eine Menge Insekten zu finden, von denen sich dann die Vögel und Reptilien ernähren.

Der Gesang der Vögel läßt das Fahrradfahren zu einem besonderen Genuß werden: ein Buchfink.

Erholungsmöglichkeit für Radler und Spaziergänger

Der Storchschnabel erhält seinen Namen von seiner Schnabel ähnlichen Form und präsentiert sich in einer tollen Farbe. Er enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe sowie einen noch nicht näher bekannten Bitterstoff und ist eine Heilpflanze.

Der Fingerhut ist ja recht bekannt, aber erst bei genauerem Hinschauen sieht man im Detail die auffälligen Flecken und die kleinen Häärchen.

Ein unscheinbarer Vertreter; bei dieser Pflanze stehen die dunklen grazilen Stengel sehr schön im Kontrast zu den kleinen gelben Blüten.

Schmetterling: Brauner Waldvogel

Japanisches Springkraut - ein invasiver pflanzlicher Eindringling, der zwar hübsch anzuschauen ist, aber jegliche einheimische Vegetation verdrängt!