Klein und scheinbar einsam, aber nicht verlassen

Aus dem Nest gefallene Jungvögel nicht aufnehmen !

Im Frühling tschirpt und piept es überall in Nistkästen, Hecken und Gebüschen. Mit zarten Stimmchen bettelt der Vogelnachwuchs vehement um Futter und die ersten Jungvögel verlassen bereits das sichere Nest. Der Naturschutzbund NABU appelliert an die Bevölkerung einsam und hilflos wirkende Jungvögel nicht gleich aufzunehmen, sondern sie besser an Ort und Stelle zu belassen. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen.

Der Schein trügt häufig, denn die Jungen mancher Vogelarten wie Enten, Kiebitze oder Amseln verließen ihr Nest bereits, bevor ihr Gefieder vollständig ausgebildet sei. Die unerfahrenen und im Fliegen noch etwas ungeübten "Nestflüchter" sitzen dann im halbhohen Geäst oder auf dem Boden. Dort werden sie aber weiterhin von ihren Eltern versorgt.

Damit sie nicht verloren gingen, lassen die Jungvögel fast unablässig so genannte "Standortlaute" hören. In diesem Stadium fallen sie nicht selten natürlichen Feinden zum Opfer, aber auch viele Menschen werden dann auf sie aufmerksam. Lediglich wenn Gefahr im Verzug ist, wenn Jungtiere beispielsweise auf der Straße sitzen, sollte man eingreifen und die Jungtiere an einem geschützten Ort nicht zu weit vom Fundort entfernt wieder absetzen. Dabei darf man junge Vögel ohne Probleme berühren, da der Geruchssinn bei Vögeln im Vergleich zu Säugetieren nur sehr gering ausgeprägt ist. Vogeleltern nehmen ihre Brut problemlos wieder an. Deswegen kann man auch noch jüngere, nackte Vogelkinder einfach wieder in ihr Nest zurücklegen.

Nur ganz selten ist es so, dass Jungtiere tatsächlich verlassen sind. Besteht nach längerer Beobachtung kein Zweifel mehr, dass das Junge nicht mehr von den Eltern versorgt wird und es zudem verletzt ist, ist es ratsam den Findling in die Obhut der nächstgelegenen Tierpflegestation zu geben. Hier kann das Tier fachmännisch versorgt werden. Die beste Hilfe für alle Tierkinder ist immer noch ein lebensfreundliches, also naturnahes Umfeld, in dem sie auch bei ihren ersten Ausflügen ausreichend Schutz fänden.

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Die Biobrotbox 2016

Auch 2016 erhalten wieder rund 4600 ABC-Schützen in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis die fröhlich gelbe Biobrotbox. Sie finden darin alles, was fit und aufnahmefähig macht und zu einem richtigen Pausenfrühstück gehört: Vollkornbrot und einen gesunden Brotaufstrich, eine knackige Möhre und einen Müsliriegel und anderes mehr.

Die Biobrotbox findet in Deutschland immer mehr Freunde und Initiativen, die die Aktion in einzelnen Städten oder sogar in ganzen Bundesländern durchführen. Mittlerweile erhalten in Deutschland 22 % aller Kinder, die eingeschult werden, eine Biobrotbox mit einem gesunden Frühstück aus Ökolandbau.

NABU und BUND, die sich schon seit vielen Jahren intensiv für eine gesunde Ernährung und deren Hauptgrundlagen, den ökologischen Landbau und eine artgerechte Tierhaltung, einsetzen, beteiligen sich finanziell und praktisch an der Vorbereitung und Durchführung dieser sinnvollen Aktion.

2016 wird der Frontman der Gruppe Höhner - Henning Krautmacher - der Pate für die BioBrotBox sein!

2015 konnte der Entertainer Guildo Horn als Pate für die BioBrotBox gewonnen werden!

2014 konnte der Leichtathlet David Behre als BioBrotBox-Pate gewonnen werden!

2013 war der Pate der BioBrotbox der in Leverkusen geborene Komiker, Musiker, Schauspieler und Autor Ralf Schmitz.

2012 war Janine Steeger, Moderatorin beim Fernsehsender RTL, die Patin der Aktion.

2011 hat Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer der Bayer 04 Fußball GmbH, die Patenschaft für die Aktionen in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis übernommen.

2010 Schauspielerin und Moderatorin Shary Reeves hat die Patenschaft übernommen. Sie ist vor allem bekannt als Moderatorin der Kindersendung „Wissen macht Ah!“.

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Der "Beirat für Natur und Landschaft bei der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Leverkusen" - was ist das eigentlich?

In der Regel viermal im Jahr setzen sich sechzehn Leverkusener Bürgerinnen und Bürger "zur unabhängigen Vertretung der Belange von Natur und Landschaft" zusammen, um "bei Schutz, Pflege und Entwicklung der Landschaft mitzuwirken" (§ 11,1 Landschaftsgesetz). Sie gehören einem Verband an, sind von ihm für dieses Amt vorgeschlagen worden und von der Stadt Leverkusen im Rahmen der Kommunalwahl gewählt worden.

Eine unsichtbare Grenzlinie teilt diese Sechzehn in zwei gleich große Gruppen auf: die der "Naturnutzer" und die der "Naturschützer". Die "Nutzergruppe" setzt sich zusammen aus zwei Vertretern des Landwirtschaftsverbandes, einem Vertreter des Waldbauernverbandes, einem Vertreter für Gartenbau bzw. Obst- und Gemüsebau, einem Vertreter des Landesjagdverbandes, einem Vertreter des Fischereiverbandes und, seit kurzem, einem Vertreter des LandesSportBundes sowie einem Vertreter der Imkerverbände. Die Naturschützer kommen aus NABU, BUND und LNU (der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt), also den drei nach § 12 des Landschaftsgesetzes anerkannten Naturschutzverbänden in Nordrhein-Westfalen. Damit Sie wissen, wer Sie in NABU und BUND vertritt, stellen wir sie hier kurz vor:

  • Ingrid Mayer, Sprecherin der BUND-Kreisgruppe und Mitglied im erweiterten Vorstand des NABU (Vertreter: Heinz Boden, BUND und ADFC)

  • Mechtild Höller, Leiterin des AK Fledermäuse in BUND und NABU 

  • Erich Schulz, 1. Vorsitzender des NABU-Stadtverbandes (Vertreterin: Nils Lange, NABU)

  • Dr. Peter Wegner, NABU und AG Wanderfalkenschutz (Vertreter: Rainer Morgenstern, NABU

  • Dazu kommen Dr. Martin Denecke, Reinhard Knichala und Andreas Babilon als Mitglieder der LNU und jeweils einem Vertreter.

Der Beirat muss immer dann in Entscheidungsprozesse der Stadt einbezogen werden, wenn Vorhaben einen Eingriff in die Natur darstellen. Jüngstes - und noch keineswegs abgeschlossenes - Beispiel ist die Neuaufstellung des Landschaftsplans. Es gibt durchaus Eingriffe, denen wir als Naturschützer zustimmen können, wenn entsprechende Ausgleichsmaßnahmen den Eingriff erträglich machen.

Allzu oft allerdings ziehen wir bei Abstimmungen den Kürzeren und fragen uns im Anschluss an die Sitzung, ob wir als Naturschützer in diesem Gremium eigentlich an der richtigen Stelle agieren. Als unverbesserliche Optimisten und ausgestattet mit einer gehörigen Portion Frustrationstoleranz hoffen wir aber von einer Sitzung zur nächsten, dass der Beirat seiner Aufgabe gerecht wird, "Fehlentwicklungen in der Landschaft entgegenzuwirken" (§11,1,3.LG) und so zu zeigen, dass die Natur in unserer Stadt nicht nur Verfügungsmasse für den Eigennutz ihrer Bewohner ist.

Aus "Deutsches Ärzteblatt", Nov. 1985

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