Der Rotmilan (Milvus milvus)

Vogel des Jahres 2000

Über Leverkusen sieht man nur selten den im scheinbar mühelosen Segelflug dahingleitenden Rotmilan. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat den schönen, ca. 65 cm großen Greifvogel mit einer Flügelspannweite von bis zu 180 Zentimetern zum Vogel des Jahres 2000 gewählt, um auf die Probleme hinzuweisen, die eine ausgeräumte Landschaft in sich birgt. Der Rotmilan - im Volksmund wegen seines tiefgegabelten rostroten Schwanzes auch "Gabelweihe" genannt - muss seine Nahrung, die hauptsächlich aus Mäusen und Feldhamstern besteht, aus der Luft erspähen, er braucht also reich strukturierte Landschaften mit Wiesen, Feldern, Hecken, Waldrändern und Seen, die seinen Beutetieren Nahrung bieten. Vom Weltbestand (max. 22500 Paare) des "Roten Drachen" - so sein englischer Name - lebt mehr als die Hälfte in Deutschland, davon zwei Drittel in Ostdeutschland. Wir tragen also eine ganz besondere Verantwortung für diesen "Vogel des Jahres", dem wie vielen unserer heimischen Greifvögel nur durch eine naturverträgliche Landwirtschaft geholfen werden kann.

NABU und BUND fordern schon seit langem die dringend notwendige Umkehr in der Agrarpolitik; wir Verbraucher können sie dabei wirkungsvoll unterstützen, wenn wir immer häufiger ökologisch erzeugte Lebensmittel bevorzugen!

Übrigens: Um auf die Gefährdung des Rotmilans hinzuweisen, hat eine englische Brauerei kürzlich ein Bier mit dem Namen "Red Kite Ale" auf den Markt gebracht, ein nachahmenswertes Beispiel?


Patenschaften 2017 für zwei Rotmilane: Walter und Nick

Über Leverkusen sieht man ihn selten - den im scheinbar mühelosen Segelflug dahingleitenden Rotmilan - im Volksmund wegen seines tiefgegabelten rostroten Schwanzes auch "Gabelweihe" genannt. Der schöne, ca. 65 cm großen Greifvogel mit einer Flügelspannweite von bis zu 180 cm ist etwas größer als der bekannte Mäusebussard. Der Rotmilan wurde 2000 zum Vogel des Jahres gewählt, um auf die Probleme hinzuweisen, die eine ausgeräumte Landschaft für den Milan in sich birgt.

Mit einer Patenschaft für diese majestätischen Tiere unterstützen die Leverkusener Naturschutzverbände NABU und BUND die sehr wichtige Arbeit des Dachverbands Deutscher Avifaunisten (DDA) zum Schutz des Rotmilans in Deutschland. Der Beitrag stammt aus dem Erlös des Naturschutzbasars 2016, bei dem die Leverkusener Naturschutzvereine ökologische und selbst hergestellte Artikel anbieten.

In insgesamt sieben Bundesländern wird in dem Rotmilanprojekt zum einen ein effektiver Schutz der Nester vor Störungen organisiert. Zudem wird die Landnutzung und Landschaftsstruktur so verbessert, dass sich die Lebensqualität für den Greifvogel erhöht und dadurch mehr Rotmilane brüten können. So wird der Nachwuchs von Rotmilanen gesichert. Weiterhin werden einige Rotmilane in dem Projekt zu Forschungszwecken mit Sendern ausgestattet, um mehr über die Lebensweise dieser interessanten Greifvögel zu erfahren.

Vom Weltbestand (max. 22500 Paare) des "Roten Drachen" - so sein englischer Name - lebt mehr als die Hälfte in Deutschland. Wir tragen also eine ganz besondere Verantwortung für diesen Vogel, dem wie vielen unserer heimischen Greifvögel nur durch eine naturverträgliche Land- und Forstwirtschaft geholfen werden kann. Denn seine Nahrung - hauptsächlich Mäuse und andere Kleintiere – leben nur in reich strukturierten Landschaften mit Wiesen, Feldern, Hecken, Waldrändern und Seen.

NABU und BUND fordern schon seit langem die dringend notwendige Umkehr in der Agrarpolitik; wir Verbraucher können sie dabei wirkungsvoll unterstützen, wenn wir immer häufiger ökologisch erzeugte Lebensmittel mit dem Biolabel kaufen!
Nähere Infos zu dem Rotmilan-Projekt unter: www.dda-web.de/index.php?cat=rotmilanproj&subcat=projekt