Stunde der Gartenvögel

vom 12. - 14.05.2017

Die Stunde der Gartenvögel findet alljährlich in ganz Deutschland statt. Interessierte Menschen werden 1 Stunde lang Vögel in ihrem Garten beobachten und die höchste Anzahl zu einem Zeitpunkt an den NABU melden. Wie das geht? Entweder mit dem Meldebogen aus dem Faltblatt, das im Vorfeld der Veranstaltung in unserem InfoTreff erhältlich ist, per Telefon oder direkt auf der Homepage des NABU unter www.stunde-der-gartenvoegel.de

Warum der NABU diese Aktion durchführt? Im Mittelpunkt der „Stunde der Gartenvögel“ stehen die Fragen „Wo kommen die Vogelarten vor? Wo sind sie häufig? Und wo sind sie selten geworden?“. Auch wenn die Teilnehmer nicht unbedingt Fachleute sind, haben diese Daten eine hohe Aussagekraft, vor allem, wenn solche Zählungen über mehrere Jahre erfolgen.
Im Jahr 2015 haben ca. 47000 Personen ihre Beobachtungen gemeldet (2014: 43.000) und damit über 1,1 Millionen Vögel erfasst.

Die häufigste Art ist wie in den Vorjahren der Haussperling, größte Gewinner sind Feldsperling und Ringeltaube. Die Bestände von Schwalben und Mauersegler haben sich stabilisiert. Ihr gravierender Rückgang wurde unter anderem durch fehlende Nistmöglichkeiten (Haussanierungen) und ein gravierender Rückgang der Fluginsekten hervorgerufen.

Auffällig ist, dass die Vögel aus der freien Landschaft in die Siedlungsbereiche ziehen. Die Artenvielfalt in Gärten und Parks steigt also! - die Anzahl typische Stadtvögel nimmt jedoch ab. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung unserer Gärten und Parks als Rückzugsgebiete für die Tiere aus der freien Natur.

Weitere Ergebnisse, auch mit regionaler Auflistung sind auf der oben genannten Internet-Seite zu finden.
Es ist spannend, sich näher für die Natur in seiner Umgebung zu interessieren - man erhält immer wieder neue Einblicke!


Entwicklung der Vögel in Leverkusen

(2009-2014)

Zusammenstellung der Ergebnisse der Zählung "Stunde der Gartenvögel" für Leverkusen: mehr Infos...


Ergbnis der großen Vogelzählung "Stunde der Gartenvögel" 2014 für NRW

* Haussperling bleibt häufigster Gartenvogel (jedoch nicht im Ruhrgebiet)
*Schwalben und Mauersegler sind die großen Verlierer

Das  Ergebnis der „Stunde der Gartenvögel“ 2014 für NRW steht fest: Rund 6600 Vogelfreunde zählten in 4700 Gärten über 161.000 Vögel. Trotz des eher schlechten Wetters lag die Beteiligung landesweit deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Wie in den Vorjahren behauptete der Haussperling landes- wie bundesweit den ersten Platz, gefolgt von Amsel, Kohlmeise und Blaumeise. Auf Platz 5 folgt in Nordrhein-Westfalen die Elster, bundesweit der Star.

Zwar konnte der Spatz mit einem Plus von 11% gegenüber dem Vorjahr seinen Vorsprung in NRW etwas ausbauen, die Ballungsräume an Rhein und Ruhr zählen aber nicht zu den Hochburgen des ansonsten überall zahlreich vertretenen Gesellen. So wurden in Köln nur 3, in Düsseldorf  2,5 Spatzen pro Garten beobachtet. Das Ruhrgebiet zählt in weiten Teilen gar zu den spatzenärmsten Regionen der Republik. Während Duisburg noch auf 2,1 Spatzenmeldungen pro Garten kommt, sind Essen (1,5) und Hagen (1,2) die bundesweiten Schlusslichter. Zum Vergleich: Mit durchschnittlich 7,7 Haussperlingen pro Garten ist Berlin unverändert die Spatzenhautstadt Deutschlands.
 
„Die Zahlen verdeutlichen wie wichtig reiche Strukturen wie alte Bäume, Sträucher, Stauden, heimische Pflanzen, offene Bodenstellen und ein ausreichendes Nistplatzangebot auch im Siedlungsbereich sind“, erklärte Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschuss für Ornithologie und Vogelschutz. Wo dies der Fall sei, zöge es allerdings immer mehr Vogelarten aus der freien Landschaft in Dörfer und Städte. Beispiele hierfür seien neben dem Feldsperling, Ringel- und Türkentauben, Dohlen und Saatkrähen sowie Bunt- und Grünspecht.
 
Deutliche Verlierer der „Stunde der Gartenvögel“ sind zum wiederholten Mal Rauch- und Mehlschwalbe sowie der Mauersegler. „Auch wenn die niedrigen Zahlen in diesem Jahr teilweise mit dem schlechten Wetter an den Beobachtungstagen zu erklären sind, gibt der kontinuierliche Rückgang um mehr als die Hälfte in den letzten Jahren Anlass zu großer Sorge“, so Jellinghaus. Die Gründe hierfür seien vielfältig: Der Rückgang von Fluginsekten als Nahrungsgrundlage spiele genauso eine Rolle wie der anhaltende Verlust von Brutmöglichkeiten an modernen und sanierten Gebäuden und die Auswirkungen des Klimawandels auf die komplexen Wanderungen dieser Arten. Dabei könne man Mauerseglern und Schwalben durch sinnvolle Planung von Renovierungsarbeiten und Neubauten sowie durch den Einbau von Nistmöglichkeiten oder das Anbringen von Nisthilfen vergleichsweise einfach helfen. Leider geschehe dies nach wie vor viel zu selten.
 
Die „Stunde der Gartenvögel“ fand bereits zum zehnten Mal statt. Bundesweit beteiligten sich 39.000 Naturfreunde und zählten mehr als 930.000 Vögel. Alle Ergebnisse der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“  können online unter www.stunde-der-gartenvögel.de angesehen werden. Die Ergebnisse für Nordrhein-Westfalen sortiert nach Landkreisen und Vogelart sowie der vergangenen Jahre finden sich direkt unter www.nabu-nrw.de.

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Entwicklung der Vogelbestände in Leverkusen 2008-2013:

Die Aktion "Stunde der Gartenvögel" ist für Leverkusen eine gute Grundlage für die Entwicklung der Vogelbestände in unserer Stadt und zeigt wichtige Tendenzen auf.

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Ergebnisse "Stunde der Gartenvögel" 2013:

1) Bundesweit

ca. 46.000 Teilnehmer / ca. 1,1 Millionen gemeldete Vögel / Spitzenreiter: Haussperling vor Amsel

2) Leverkusen

Die bundesweiten Tendenzen für die Anzahl der Vögel spiegeln sich auch in den Leverkusener Vogelmeldungen wieder - auch wenn einige Vögel wie Nachtigall, Goldammer und Feldsperling in der Zählung nicht gemeldet wurden, obwohl sie in Leverkusen vorkommen.

Erhöhungen um über 100% zeigen in Leverkusen Dohle, Mönchsgrasmücke, Stieglitz, Sumpfmeise und Saatkrähe auf.

Auffallend ist der rückläufige Trend bei vielen Singvögeln wie zum Beispiel der Blaumeise, dem Hausrotschwanz oder der Gartengrasmücke. Die absoluten "Verlierer" in Leverkusen sind Mehl- und Rauchschwalben sowie Bachstelze, Hausrotschwanz und Girlitz.

Helfen sie mit, diesen Vögeln in Leverkusen wieder eine Heimat zu geben!

Und unterstützen sie die Leverkusener Zählung durch ihr eigenes Engagement!

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