Arbeitskreis Fledermäuse

Der AK-Fledermäuse besteht seit November 1997. Zum Team gehören acht MitarbeiterInnen. Unser Ziel ist, die heimischen Fledermäuse zu schützen. Dazu gehört eine Vielzahl von Tätigkeiten:

  • Wir kartieren die heimischen Fledermäuse mit ihren Lebensräumen wie Jagdgebiete, Sommer- und Winterquartiere.

  • Wir richten Kastengebiete für Fledermäuse ein, kontrollieren und säubern die Kästen.

  • Wir betreuen und optimieren den Stollenbunker an der Himmelsleiter in Leverkusen-Opladen, der 2000 mit einem fledermausgerechten Gitter verschlossenen wurde.

  • Wir betreuen und kontrollieren weiterer Winterquartiere in der Nähe von Leverkusen.

  • Wir beraten bei Fledermausquartieren in bzw. an Häusern sowie zum fledermausgerechten Anbringen von Fledermauskästen.

  • Wir informieren über die Fledertiere bei Umweltfesten und Exkursionen.

  • Wir bauen Fledermauskästen mit Schülern und der Naturschutzjugend.

  • Wir betreuen Schüler bei Hausarbeiten zum Thema Fledermäuse.

  • Wir pflegen und betreuen geschwächte und verletzte Fledermäusen.

Alle Schutzmaßnahmen erfolgen in enger Absprache mit Umweltbehörden und Biologischer Station des NABU, Leverkusen

Wollen Sie mehr wissen oder mitarbeiten? Rufen Sie uns an: Ansprechpartnerin Mechtild Höller, Tel.: 0214 / 54283 oder schicken Sie eine Mail an: me.hoeller [ät] t-online.de

Sie finden uns auf folgenden Internetseiten: http://www.fledermausschutz-lev.de

Termine aus dem Programm


17 Jahre Fledermausschutz in Leverkusen (2014)

Der Arbeitskreis Fledermäuse wurde 1997 gegründet und hat seit dieser Zeit viel in Leverkusen erreicht.

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10 Jahre Fledermausschutz in Leverkusen (2007)

Die Schreie der Fledermäuse

"Während sie in der Dämmerung durch die Luft schnellen, hierhin, dorthin, schreien sie laut, aber ihr Schreien wird nur von ihresgleichen gehört. Baumkronen und Scheunen, verfallene Kirchtürme werfen ein Echo zurück, das sie im Flug vernehmen und das ihnen meldet, was sich an Hindernissen vor ihnen hebt und wo ein freier Weg ist. Nimmt man ihnen die Stimme, finden sie keinen Weg mehr; überall anstoßend und gegen Wände fahrend, fallen sie tot zu Boden. Ohne sie nimmt, was sonst sie vertilgen, überhand und großen Aufschwung: das Ungeziefer".

Günter Kunert vermittelt in dieser Parabel einen literarischen Einblick in die Welt der Fledermäuse und kann am Beispiel der Echoorientierung zeigen, wie überlebenswichtig Eigenheiten von Lebewesen sind. Die Besonderheit der Fledermäuse zu erforschen und kennenzulernen und auf der Grundlage dieses Wissens die Fledermäuse zu schützen, trafen sich am 5. 11. 1997 sieben Menschen im Büro von NABU und BUND, damals noch in Schlebusch.

Wir stellten uns die Frage: Was können wir tun? Es wurde ein Konzept entwickelt, dazu gehörte die Erfassung der Fledermaus-Lebensräume (Jagdhabitate und Quartiere) und Kartierung der Fledermausfauna in Leverkusen. Auf der Grundlage dieser Daten sollten Schutzmaßnahmen für die heimische Fledermausfauna geplant werden z.B. die Einrichtung von Fledermaus-Kastengebieten und die Sicherung von Fledermausquartieren. Mit Infotischen und Fledermausexkursionen wollten wir die interessanten und teilweise immer noch negativ eingeschätzten Fledertiere einer breiten Öffentlichkeit näher bringen und damit für die Akzeptanz und den Schutz der Fledermäuse werben.

Ob es uns gelungen ist? Ja, es ist uns gelungen und wird weitergehen!

Mechtild Höller (AK-Fledermäuse)


5 Jahre Arbeitskreis Fledermäuse (2002)

Der AK-Fledermäuse besteht seit November 1997. Wir kümmern uns um folgende Themen:

Fledermausbestandserfassung: Bisher gelang der Nachweis von sechs Fledermausarten im Stadtgebiet mittels Ultraschalldetektoren und Sichtbeobachtung. Dazu gehören die "Baumfledermäuse" Wasserfledermaus, Fransenfledermaus, Grosser Abendsegler, Rauhhautfledermaus und Bartfledermaus spec. und die zu den "Hausfledermäusen" gehörende Zwergfledermaus. Weitere Myotisarten ohne Artansprache wurden beobachtet. Allgemein wird eine Zunahme der jagenden Fledermäuse in den Monaten August, September beobachtet. Möglicherweise handelt es sich um Jungtiere oder das Gebiet durchwandernde Fledermäuse.

Quartiere: Inzwischen sind fünf Quartiere der Zwergfledermäuse im Stadtgebiet bekannt. Die Hausbesitzer konnten überzeugt werden, den harmlosen Mitbewohnern den Platz am Gebäude zu lassen. Auf Opladener Gebiet fanden wir einen von Abendseglern besetzten Höhlenbaum. 21 ausfliegende Abendsegler wurden gezählt. Der Baum wird in Absprache mit Förster Zimmermann geschützt.

Fledermauskästen: Bisher richtete der AK-Fledermäuse fünf neue Kastengebiete in Leverkusen ein, die regelmäßig von uns kontrolliert werden. Dabei halfen uns Schulklassen, der Mädchentreff und die Kinder der NAJU-Gruppe. Winterquartiere: Intensiv kümmern wir uns um die Optimierung des Stollenbunkers an der Himmelsleiter. Mit Unterstützung des AK-Fledertierschutz Solingen baute der AKFM im Jahre 2000 ein fledermausgerechtes Gitter ein. Im Rheinisch Bergischen Kreis fanden wir bei den Winterkontrollen Große Mausohren, Braune Langohren und Wasserfledermäuse.

Pfleglinge: Bei plötzlich einsetzender kalter Witterung in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst kommt es häufig vor, dass geschwächte und bewegungsunfähige Fledermäuse gefunden werden. Diese Tiere nehmen wir in Pflege, päppeln sie auf und wildern sie, sobald sie fit sind, wieder aus.

Öffentlichkeitsarbeit: Last not least soll die Öffentlichkeitsarbeit erwähnt werden. Dabei bieten wir u. a. Infostände, Fragebögen zu Fledermausvorkommen und Exkursionen an. Wegen der heimlichen Lebensweise der Fledermäuse ist Öffentlichkeitsarbeit ein wichtiger Teilbereich der Fledermausschutzarbeit.. Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie bitte an:

Mechtild Höller, Leiterin AK-Fledermäuse, Tel. 02 14 / 5 42 83