Planung einer Blumenwiese

Der erfolgreiche Weg zur Traumwiese ist leicht - es ist nur ein wenig Zeit und Geduld notwendig. Es ist auch hilfreich, sich vorab folgende Fragen zu stellen:

  1. Wo bekomme ich das (ökologische) Saatgut her?
    Sie sollten einheimische und ursprüngliche Pflanzen aufwählen, damit der ökologische Wert für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge, vorhanden ist. Hier einige Bezugsquellen.

  2.  Was genau soll entstehen?
    * eine Wiese mit blühenden Blumen für die Förderung von Schmetterling & Co (Fettwiese)
    * eine sehr blütenreiche Wiese (Magerwiese) – ideal für Naturbeobachtungen und zur Unterstützung von Schmetterlingen & Co
    * oder ein bespielbarer Rasen mit Gänseblümchen & Co.
     
  3. Was ist jetzt da, wo künftig die Wiese hin soll?
    Wenn die Blumenwiese richtig gut gelingen soll, darf der Boden nur wenige Nährstoffe enthalten!
    a) Besteht heute hier ein Intensivrasen, so ist der Boden sehr nährstoffreich (Fettwiese) und der Blütenreichtum einer Magerwiese kann erst nach Vorarbeiten wie z.B. Untermischung von Sand oder Abtragen der gesamten Bodennarbe erreicht werden.
    b) In einem neuen Garten ist der Boden in der Regel noch nicht so nährstoffreich  - eine ideale Voraussetzung für eine blütenreiche Wiese. Hier können Sie leicht eine Magerwiese anlegen – für viele das absolute Schönheitsideal einer Wiese!

    Aber kein Gartenbesitzer muss sich grämen, wenn er „nur“ eine Fettwiese mit Schafgarbe, Hahnenfuß und Wiesenschaumkraut hat. Inzwischen sind in der Agrarlandschaft mit den  Grasmonokultur auch diese blütenreichen Fettwiesen selten geworden.

  4. Wieviel will ich investieren?
    Wenn Sie kein zusätzliches Geld für die Wiese investieren wollen, so lassen Sie doch einfach wachsen, was vorhanden ist. Die Mahd sollte dann nur 1-2mal im Jahr stattfinden.

  5. Möchte ich bestimmte Blumen ansiedeln?
    Nicht jede Blume wächst überall! Die Pflanzen haben Ansprüche an den Boden: lehmig oder sandig / trocken oder feucht / sonnig oder schattig – und danach entscheidet sich dann auch, was man pflanzt oder wie man ggfs. mit der vorhandenen Erde umgehen muss.
    So erlebt man keine Enttäuschung, denn Pflanzen haben an falschen Standorten wenig Chancen, sich durchzusetzen.

  6. Wie lange soll meine Blumenwiese blühen?
    Je weniger Nährstoffe der Boden enthält, desto länger werden Sie Freude an der frisch eingesäten Blumenwiese haben. Wichtig ist die jährliche Mahd (1 bis 2 Mal), das Entfernen des Mahdgutes und die Verhinderung des Eintrages von Nährstoffen von den umgebenden Bereichen (Laub, Dünger, ...) Jedes Jahr wird die Blumenwiese eine andere Zusammensetzung der Blumen aufzeigen. Es kann sein, dass nach einigen Jahren nur noch Gräser vorhanden sind - dann ist es an der Zeit, die Wiese erneut anzulegen und einzusäen.

Noch mehr Tipps zur Anlage einer Blumenwiese finden Sie z.B. unter:
BUND Deutschland

Natur- und Umweltschutzakademie NRW
Naturtipps