Gesunder Boden

Das kann man oft beobachten: Im weichen, lockeren Humus hackt und wühlt eine Amsel wie ein aufgeregter Schatzgräber und läßt dabei Blatt- oder Nadelstreu auffliegen - auf der Suche nach bodenbewohnenden, wirbellosen Kleintieren als Nahrungstiere.

Was können wir für unseren Garten daraus lernen? Ein gesunder, lockerer, fruchtbarer Boden ist die Grundlage für das Leben im Garten. Ein nackter Boden trocknet aus, der Wind verweht die oberste Schicht, Regenwasser spült weitere wichtige Nährstoffe aus.

Die Natur führt uns vor, wie ein gesunder Boden beschaffen sein sollte: In einem Mischwald etwa liegt eine lockere Blätterschicht auf dem Boden. Darunter die weiche, dunkle, krümelige Humusschicht. Dass dort mächtige Bäume heranwachsen, liegt daran, dass der Wald vom eigenen „Abfall“ lebt. Mikroorganismen wandeln diesen in nährstoffreichen Humus um. So könnte der Kreislauf der Stoffe auch in unserem Garten aussehen, wenn wir den Boden mit einer „Decke“ schützten. Hier bietet sich Rindenmulch oder eine Auflage aus all dem an, was sonst nach dem Ausrupfen auf dem Kompost landet. Sie können auch der Natur ihren Lauf lassen und beobachten, was sich von selbst ansiedelt und welche Samen von Vögeln oder dem Wind herangetragen werden.


Bodenbewohner, ein paar Zahlen...

In den obersten Schichten eines gesunden Bodens leben pro Quadratmeter:

1 Billion Bakterien

10 Milliarden Pilze

1 Million Algen

500 Milliarden Wurzelfüßer, Geißel- und Wimpertierchen

> 100.000 Kleintiere

10.000 Borstenwürmer

50 Schnecken, Spinnen und Asseln

100 Käfer und Larven

80 Regenwürmer

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