Das Oster-Rotkehlchen

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Die Brücke der Elstern

(Marion Clausen u.a)

Die Lieblingstochter des Himmelskönigs konnte wunderschöne Stoffe aus Seide weben. Eines Tages verliebte sie sich in den Hirten der königlichen Herde. Dieser war ein großer Vogelkenner und konnte mit vielen Vögeln sprechen. Weil der Hirte ihm immer treu gedient hatte, stimmte ihr Vater zu und die beiden heirateten. Doch schon bald nach der Hochzeit webte das Mädchen keine goldenen Stoffe mehr und der Hirte passte nicht mehr auf die Tiere auf. Die beiden tummelten sich lieber an den schönsten Plätzen des Himmels als ihre Arbeit zu tun.
Erzürnt zeichnete der König mit seinem Pinsel einen Fluss in den Himmel und trennte die beiden. Fortan musste jeder einzeln und allein auf einer Flussseite seine Aufgaben verrichten.
Schließlich bekam der König Mitleid mit ihnen und sagte: „In der siebten Nacht des siebten Monats dürft ihr euch sehen, wenn ihr jemanden findet, der euch über den Fluss bringt!“
Da kamen alle Elstern zum himmlischen Fluss geflogen und bildeten mit ihren Körpern eine Brücke darüber. So konnten die Liebenden zueinander kommen und sich in der Mitte der Brücke in die Arme nehmen. Sie setzten sich hin und redeten miteinander, bis der Morgen graute. Dann mussten sie sich wieder trennen und die Elstern flogen davon.
Seitdem bangen die beiden in jeder siebten Nacht des siebten Monats, ob die Elstern wiederkommen und eine Brücke bauen können.

entnommen aus: Marion Clausen u.a., Meise, Spatz und Nachtigall. Erste Vogelkunde für Kinder, Patmos Verlag, Düsseldorf 2004

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Der Zaunkönig

(Gebrüder Grimm)

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Der Specht

(Lutz Röhrich)

Der alte Specht hämmerte erbärmlich schlecht. Also nahm er Urlaub und flog nach Italien. Er ließ sich auf einer riesigen Pinie nieder und blinzelte nach dem Stamm. "Ob ich's wage?" überlegte er. Und schon begann er zu hämmern. In diesem Augenblick spaltete ein Blitz den Baum. Der erschrockene Vogel schüttelte sein Gefieder und meinte dann selbstzufrieden: "Was ein paar Tage Urlaub doch ausmachen!"

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