Der Haubentaucher (Podiceps cristatus)

Vogel des Jahres 2001

Mit einer Größe von etwa 50 cm ist der Haubentaucher, der größte und auch bekannteste Vertreter aus der Familie der Lappentaucher.

Bei beiden Geschlechtern heben sich die prachtvoll rotbraun und schwarz gefärbte Federhaube und der rostbraune Rücken wirkungsvoll vom Weiß des langen schlanken Halses ab.

Mit etwas Glück kann man im Frühjahr auch auf Leverkusener Baggerseen den "Pinguintanz" balzender Haubentaucher beobachten, der zum eindrucksvollen Ritual der Partnerwahl gehört.

Anfang Mai schlüpfen die Jungvögel, die sofort schwimmen und tauchen können, in den ersten drei Wochen jedoch zum Schutz vor Fressfeinden - dem Hecht etwa - im Rückengefieder der Eltern transportiert werden. Der Haubentaucher stellt nur wenige Bedingungen an sein Revier: Der See sollte mindestens zehn Hektar groß sein, ein möglichst schilfbewachsenes Ufer und ein ausreichendes Nahrungsangebot an kleinen Fischen haben. In Deutschland gibt es mittlerweile dank der Ausweisung mancher Feuchtgebiete als Schutzgebiete wieder 22.000 bis 32.000 Brutpaare. Mit dem Haubentaucher haben NABU und LBV zum ersten Mal in 30 Jahren einen Wasservogel zum "Vogel des Jahres" gewählt. Sie stellen damit nicht nur einen auffälligen und schönen Vogel der Öffentlichkeit vor, sondern machen auch auf die immer noch wachsende Gefährdung unserer Gewässer und ihrer Bewohner aufmerksam. Der Lebensraumverlust durch Freizeitnutzung gerade auch kleinerer Gewässer kann nur durch geeignete Schutzmaßnahmen und deren Akzeptanz bei uns Menschen aufgehalten werden.