Wasserfledermäuse in einem Winterquartier in Dänemark (Mydau)

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Die Wasserfledermaus ist in Europa weit verbreitet und jagt bevorzugt dicht über der Wasseroberfläche in 5 bis 20 cm Höhe. Sie frisst kleine Insekten, z.B. Mücken oder Schnaken. In den Jagdpausen ruht sie kopfunter an Ästen oder Mauern. Ihr Jagdgebiet ist nur 2 bis 5 km von ihrem Quartier entfernt. Wasserfledermäuse fliegen in der späten Dämmerung zur Jagd aus. Ihr Flug ist schnell und wendig, der Flügelschlag teilweise schwirrend. Der Flügelspann beträgt 24 bis 27,5 cm, das Gewicht 7 bis 15 Gramm. Geschlechtsreif ist die Wasserfledermaus mit einem Jahr. Sie wird durchschnittlich 4 bis 4,5 Jahre alt, das Höchstalter kann 20 Jahre sein. Die Jungtiere, meist eins, werden nach einer Tragzeit von 50 bis 55 Tagen geboren, sie wiegen etwa 2,5 Gramm und sind ab der vierten Woche flugfähig.

Die Wasserfledermaus wandert zwischen Sommer und Winterquartieren. Winterquartiere sind in Höhlen, Stollen, Bunkern oder Kellern. Die Tiere hängen dort meist eingezwängt in Spalten oder auch in größeren Gruppen frei an Wand und Decke. Die Sommerquartiere und Wochenstuben befinden sich oft in Baumhöhlen oder unter Flussbrücken, selten in Fledermauskästen. Durch Maßnahmen der Menschen sind die Wasserfledermäuse gefährdet. Der Einsatz von Insektiziden in Land und Forstwirtschaft oder Trockenlegung von Feuchtgebieten führt zu Nahrungsmangel. Das Fällen alter Höhlenbäume und Verschließen von Bunkern und Stollen verursachen Quartiermangel.

Nach oben


Grosser Abendsegler (Nyctalus noctula)

Familie: Glattnasen, Verspertilionidae

Kennzeichen: Kopf - Rumpflänge 60 - 82 mm, Flügelspannweite 320 - 400 mm, Gewicht 19 - 40 g, Ohren breit, dreieckig, Ohrdeckel kurz, pilzförmig, Fell kurz, eng anliegend, rostbraun und glänzend an der Oberseite, matt und hellbraun an der Unterseite, Flügel lang und schmal, die Armflughaut setzt an der Ferse an.

Verbreitung: In ganz Europa ohne Irland, Schottland, Nordskandinavien.

Lebensraum: Waldfledermaus, auch in größeren Parks, Vorkommen hauptsächlich im Flachland.

Quartiere: Sommerquartiere (Wochenstuben, Balzquartiere) in Baumhöhlen, z. B. alten Spechthöhlen, ausgefaulten Astlöchern, Stammrissen. Grosse Abendsegler beziehen auch Fledermauskästen. Winterquartiere in tiefen, dickwandigen Baumhöhlen, tiefen Felsspalten.

Winterschlaf: Je nach Witterung von Ende Oktober/Mitte November bis Mitte März/Anfang April. Vor Winterquartieren sind oft laute, schrille Laute zu hören. Bei milderem Wetter fliegen einige Tiere aus. Abendsegler bilden Gruppen in den Quartieren. Sie sitzen teilweise dachziegelartig übereinander. In der Gruppe können Abendsegler Temperaturen bis 3 C ° einige Zeit ertragen.

Wanderungen: Abendsegler ziehen im Frühjahr von S/W-Europa nach N/O-Europa, im Herbst umgekehrt.

Fortpflanzung: Die Weibchen und Männchen sind im 1. Jahr geschlechtsreif. Weibchen gebären aber z. T. erst im 2. Jahr. Die Paarungszeit dauert von August bis Oktober. Ein Männchen besetzt für mehrere Wochen ein Paarungsquartier, meist eine Baumhöhle, und wehrt andere paarungsbereite Männchen ab. Die Männchen geben am Quartiereingang oder während des Fluges im Revier Paarungsrufe von sich. Sie markieren den Quartiereingang mit duftenden Sekreten. 4 - 5 Weibchen suchen ein balzendes Männchen auf und bleiben bis zu 2 Tagen im Paarungsquartier. Auch im Winterquartier paaren sich die Männchen mit lethargischen Weibchen. Die lethargischen Weibchen können von mehreren Männchen begattet werden. Zwillinge stammen deshalb oft von verschiedenen Vätern. Ab Mitte Mai bilden 20 - 50 Weibchen sog. Wochenstuben. Die Geburt der Jungtiere erfolgt ab Mitte Juni/Anfang Juli. In der Regel bekommt ein Weibchen zwei Junge.

Alter: Höchstalter 12 Jahre.

Jagd: Abendsegler beginnen früh, d. h. vor Sonnenuntergang mit der Jagd. Sie jagen etwa 1 - 1,5 Stunden, kehren danach zum Quartier zurück. Eine zweite Jagdperiode folgt vor Sonnenaufgang. Mit ihrem schnellen Flug erreichen Abendsegler Geschwindigkeiten bis zu 50 km/Std. Sie fliegen in 10 - 40 m Höhe gradlinig mit schnellen Wendungen und Sturzflügen. Das Flugbild lässt lange, schlanke Flügel und eine keilförmige Schwanzflughaut erkennen. Abendsegler jagen über Wiesen, Seen, Müllplätzen und über Baumkronen bis zu sechs Kilometer und weiter vom Quartier entfernt.

Nahrung: In der Hauptsache jagen Abendsegler Fluginsekten wie Köcherfliegen, Käfer, Schmetterlinge.

Besonderheiten: Bei sozialen Konflikten präsentieren die Abendsegler ihre stark riechende (starker Moschusgeruch) Buccaldrüse, indem sie den Mundwinkel öffnen.

Nach oben


Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus)

Merkmale: Die Zwergfledermaus ist die kleinste einheimische Fledermausart. Die Kopfrumpflänge beträgt ca. 45 mm, die Flügelspannweite etwa 210 mm, sie wiegt 3 bis 8 g. Ihr Haarkleid ist an der Oberseite rot bis dunkelbraun, an der Unterseite gelb, graubraun, Schnauze, Ohren und Flughäute schwarzbraun, die Flügel sind schmal, Ohren kurz und dreieckig, Ohrdeckel oben abgerundet.

Fortpflanzung und Entwicklung: Nach etwa 4 bis 6 Wochen (hängt von der Umgebungstemperatur ab) werfen die Weibchen im Mai meist zwei Jungtiere, die mit etwa 6 Wochen flugfähig sind. Nach einem Jahr sind die Jungtiere geschlechtsreif, Männchen teilweise im 2. Jahr.

Nahrung: Zwergfledermäuse ernähren sich von Mücken und kleinen Nachtschmetterlingen. Lebensweise und Lebensraum: "Zwerge" gehören zu den sog. Hausfledermäusen, weil sie häufig ihre Quartiere in und an Häusern haben. Man findet sie in Wäldern, ländlichen Ortschaften, Obstgärten, Parks aber auch im Zentrum von Großstädten. Sommerquartiere sind u. a. von außen zugängliche Spalten an Gebäuden. Zwergfledermäuse bevorzugen Quartiere, die so eng sind, dass sie mit Bauch und Rücken Kontakt zur Unterlage haben. Meist findet man sie im Zwischendach kleinerer Gebäude, in Hohlräumen von Fassaden, auch hinter Fensterläden, in Rolladenkästen und schmalen Fledermauskästen, unter loser Rinde und in hohlen Bäumen.

Winterquartiere befinden sich hinter Verkleidungen an Häusern, in Fels und Mauerspalten, Holzstößen, auch Höhlen. Zwergfledermäuse sind relativ kälteunempfindlich, sie vertragen Temperaturen zwischen 26 °C. Zwergfledermäuse gehören zu den wanderfähigen Arten, sind in Mitteleuropa meist ortstreu. Jagd: Zwergfledermäuse fliegen früh, z. T. vor Sonnenuntergang und im Herbst auch am Tage zur Jagd aus. Der Flug ist schnell und wendig, sie jagen 12 Kilometer vom Quartier entfernt über Teichen, an Waldrändern, in Gärten und um Laternen. Gefährdung: In Nord und Mitteleuropa gehören Zwergfledermäuse zu den häufigsten Fledermausarten, z. T. mit stabilen oder zunehmenden Populationen. Leider werden die Tiere immer wieder getötet, wen sie invasionsartig in Gebäude einfliegen. Marder oder Katzen können die Tiere beim Verlassen des Quartiers fangen.

Schutz: Um die Tiere zu schützen, sollte man Quartiere schaffen. Man kann an den Gebäuden Spalten offenhalten, Holzteile an Häusern sollten mit ungiftigen Holzschutzmitteln behandelt werden (Liste beim AK-Fledermäuse erhältlich). Naturnahe Bewirtschaftungen von Gärten, Obstwiesen, Parks, Alleen und Waldungen dient auch dem Schutz.

Nach oben


Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)

Erstnachweis für Leverkusen

Gemeinsam mit Schülern aus Schlebusch schaute ich Richtung Dhünn und wartete auf Zwerg- und Wasserfledermäuse, die hier nach Insekten jagen und die wir beobachten wollten. Es war noch sehr hell, als am gegenüberliegenden Ufer Fledermäuse zu beobachten waren. Verwundert blickte ich auf den Ultraschalldetektor, ein Gerät, das die hohen Rufe der Fledermäuse für Menschen hörbar macht. Das Gerät war auf 45 kHz eingestellt, also optimal, um die Rufe der Zwergfledermäuse zu hören, die erfahrungsgemäß als erstes zu beobachten sind. Verwundert war ich deswegen, weil das Gerät keinen Ton von sich gab. Ich prüfte die Lautstärke. Die Batterie hatte ich zu Hause gewechselt. Technisch war demnach alles OK. Als der eingestellte Frequenzbereich auf 55 kHz hochgestellt wurde, waren die typischen Orientierungsrufe der Fledermäuse zu hören: Wir hatten im Juni 2004 für Leverkusen eine neue Fledermausart nachgewiesen, die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus).
Im Sommer 2005 wurde dieser Erstnachweis der Mückenfledermaus in Leverkusen durch die Mitarbeiter des AK-Fledermäuse bestätigt.

Entdeckungsgeschichte einer neuen Pipstrellusart

Seit einigen Jahren gibt es die Gewissheit, dass sich unter der Art Zwergfledermaus zwei Arten verbergen, neben der Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus). Bereits Anfang der 1980er Jahre beobachteten der Skandinavier Ingemar Ahlén und andere Fledermausforscher, dass unter den Zwergfledermäusen zwei Phonotypen vorkommen. Die Endfrequenzen dieser Phonotypen liegen in zwei sich kaum überlappenden Frequenzbändern, entweder im Bereich zwischen 40 und 50 kHz mit einem Maximum bei 45 kHz oder im Bereich zwischen 50 und 60 kHz mit einem Maximum bei 55 kHz. Diese Beobachtung war Ausgangspunkt für die Annahme, dass sich unter der Art Zwergfledermaus zwei Arten verbergen. Zunächst sprach man von 45 kHz und 55 kHz Zwergfledermaus. Um die Jahrhundertwende gelang es u. a. MAYER & V. HELVERSEN (2001b) mit Hilfe molekularbiologischer Methoden nachzuweisen, dass es sich um 2 verschiedene Arten handelt. Nachdem damit eine sichere Artzuweisung möglich war, konnten auch morphologische Unterschiede (Unterschiede der Körpermerkmale) festgestellt werden.

Erkennungsmerkmale

  • Die Endfrequenz der Mückenfledermaus liegt immer über 50 kHz
  • Flügel und Gesicht der Zwergfledermaus sind dunkler als die der Mückenfledermaus
  • Das Ohrinnere der Mückenfledermaus ist immer heller
  • Das Gesicht der Mückenfledermaus ist kürzer, die Stirn wirkt dadurch steiler
  • Deutliche Behaarung der Schwanzflughaut bei der Mückenfledermaus ähnlich wie bei der Rauhhautfledermaus
  • Zwergfledermäuse haben einen grauen Penis, die Mückenfledermäuse einen gelborangenen
  • Adulte Männchen der Mückenfledermäuse riechen intensiv, für Zwergfledermäuse ist das nicht bekannt
  • Die Muster der elastischen Fasern im Flügel zwischen dem Unterarm und dem 5. Finger der Armflughaut unterscheiden sich bei Zwerg- und Mückenfledermaus


Erkennbar ist, dass die Zwergfledermaus links dunkler gefärbt ist als die Mückenfledermaus
Foto: M. Hertzog & W.-D. Burkhard (Fledermaus-Anzeiger, Schweiz, September 2002)

Quartiere

Sommerquartiere befinden sind häufig in Häusern und Kästen in Wald- und Gewässernähe, Winterquartiere in tiefen Mauerspalten und Baumrissen.

Jagdhabitate, Jagdverhalten und Nahrung

Mückenfledermäuse jagen in Auwaldbereichen, lichten Eichen- und Hainbuchenwäldern, an Strauch- und Baumhecken. Besondere Bedeutung haben Gewässer, die von Gehölzen begleitet werden und ausgedehnte Buchenwälder.
Mückenfledermäuse fliegen schnell und gewandt im freien Luftraum in 3 bis 6 m Höhe im Abstand von einem bis mehreren Metern zur Vegetation. Zur Nahrung gehören kleine Fluginsekten, insbesondere Zuckmücken (Chironomidae). Beobachtet werden Mückenfledermäuse auch an Konzentrationspunkten von Insekten wie Straßenlaternen und einzeln stehenden Bäumen.

Fortpflanzung

Die Jungtiere werden ab Ende Juni geboren. Abhängig von der Witterung werden die Jungen ab Mitte/Ende Juli flügge.
Die Paarungszeit beginnt ab August. Die Männchen werden territorial, d. h. sie besetzen Fledermauskästen oder Baumhöhlen, die sie gegen andere Männchen verteidigen und locken mit Balzrufen und Balzflügen Weibchen dorthin. Die Balzrufe ähneln denen der Zwergfledermäuse sind aber im Mittel etwas kürzer und höherfrequent.

Gefährdung

Eine mögliche Gefährdung der Art kann zurzeit nicht sicher abgeschätzt werden. Da sie wasserreiche Jagdhabitate bevorzugt, kann durch die Trockenlegung von Feuchtgebiete potenziell Gefährdung ausgehen. Daneben führt der Verlust von Gebäudequartieren zur Beeinträchtigung der Art.

Schutz

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen dürften die Erhaltung von gewässernahen Laub- und Mischwäldern mit höhlenreichen Altholzbeständen und Erhalt bekannter Quartiere sein.

Literatur

MESCHEDE, A. & RUDOLPH, B.-U. (2004): Fledermäuse in Bayern,
Ulmer Verlag

MAYER, F. & V. HELVERSEN, O. (2001b): Sympatric distribution of two cryptic bat species across Europe. – Biol. J. Linn. Soc. 74

Mechtild Höller (AK-Fledermäuse)

Nach oben


Hufeisennasen (Rhinolophidae)

Die Familie der Hufeisennasen (Rhinolophidae) hat nur eine Gattung Rhinolophus mit 64 bis 69 Arten. Die Hufeisennasen hatten ihren Entwicklungsausgangspunkt im Tropenwald SO-Asien´s. Von dort aus haben sie sich bis nach Australien, Afrika und mit 5 Arten sogar in die gemäßigten Zonen von Europa ausgebreitet, nicht jedoch bis in die neue Welt Amerika.

Auffälliges Merkmal ist der hufeisenförmige Hautlappen um die Nase. Die Hufeisennasen geben ihre Ortungsrufe durch die Nase ab. Das Ohr hat keinen Tragus, dafür einen Antitragus, einen ausgedehnten Hautlappen am unteren Ende der Ohrmuschel. Die Frequenz der Ortungsrufe (tatsächlich der 1. Oberton) ist sehr hoch um die 100 kHz. Der Ruf besteht aus einem flötenden Ton mit einem sehr langen konstant frequenten Teil und einem kurzen frequenzmodulierten Teil am Anfang und Ende. Mit dieser höheren Frequenz können Hufeisennasen kleinere Objekte als andere Fledermausarten erkennen. Dem schmalbandigen Ortungsrufen der Hufeisennasen moduliert sich der Flügelschlag der Insekten als Glanzlichter auf (Flügelschlagdetektion).

Nach dem Losfliegen senkt die Hufeisennase die Ruffrequenz ab, um die sonst durch den Dopplereffekt erhöhte Echofrequenz im Bereich des besten Hörens zu halten (Dopplereffektkompensation). Mit breiten Flügeln fliegen die Hufeisennasen langsam und wendig im Blattwerk. Phasenweise betreiben sie Ansitzjagd. Die Hufeisennasen nutzen Höhlen als Quartiere (lithophil). In Mitteleuropa sind die Hufeisennasen Kulturfolger (Dachböden, Keller, Bergwerks stollen). Winter und Sommerquartiere liegen nur bis ca. 30 km auseinander, sie gehören damit zu den standorttreuen Arten.

Die Hufeisennasen hängen im Quartier voneinander entfernt, dabei von ihren Flughäuten umhüllt. Bei zu niedrigen Temperaturen während der Wochenstubenzeit, rücken die Weibchen dicht zusammen und bilden sogenannte Cluster. Es wird kopfüber hängend nur ein Junges geboren. Die Mutter hat im Schenkelbereich zwei zusätzliche Haftzitzen, an denen das Junge aufrecht hängt. Von den 5 europäischen Arten sind nur die Kleine und die Große Hufeisennase als Kulturfolger bis nach Mitteleuropa vorgedrungen. Die Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros) war bis 1950 noch in den deutschen Mittelgebirgen häufig. Isolierte Vorkommen gibt es noch in der Saale-Unstrut-Region, im Bereich Saale-Ilm und im Osterzgebirge mit insgesamt 350 Tieren. In Südbayern gibt es eine Wochenstube im Schloss Herrenchiemsee.

Die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) ist nicht ganz soweit wie die Kleine Hufeisennase nach Norden hin verbreitet. 1992 wurde eine Wochenstube in der Oberpfalz gefunden.

Die BlasiusHufeisennase (Rhinolophus blasii) kommt in SO-Europa, die Mittelmeer-Hufeisennase (Rhinolophus euryale) in Südeuropa und die Mehely-Hufeisennase (Rhinolophus mehelyi) im südlicheren Südeuropa vor. Gefährdet sind die Hufeisennasen durch: Höhlentourismus, Hausrenovierung, giftige Holzschutzmittel, Verbau des freien Einflugs, Verlust von Jagdgebieten nahe bei den Wochenstuben (wichtig für trächtige Weibchen), mehrjährige Kälteeinbrüche im Sommerhalbjahr. Winter und Sommerquartiere müssen nah beieinander liegen. Durch die isolierten Vorkommen der Hufeisennasen-Populationen in Deutschland wird der Genaustausch zwischen den Populationen erschwert.

Literatur - Schober, W. (1998): Die Hufeisennasen Europas, Neue Brehm-Bücherei, Bd. 6 Helmut Burghardt,

Mechthild Höller (AK-Fledermäuse)

Nach oben


Langohrfledermaus (Plecotus auritus & Plecotus austriacus)

Bei uns heimisch sind zwei Arten der Langohrfledermäuse

Braunes LangohrGraues Langohr

Größe

42 - 53 mm

41 - 58 (60) mm

Spannweite

240 - 285 mm

255 - 292 mm

Gewicht

4,6 - 11,3 g

5 - 13 g

Daumen

>6 (6,5 - 8,4) mm

< 6 mm

Kennzeichen

  • Mittelgroß,

  • auffällig lange Ohren,

  • Ohrmuschel dünn mit 22 - 24 Querfalten,

  • vorderer Ohrrand verbreitert und wimperartig behaart.

  • Der lange lanzettförmige Tragus steht auch bei zusammengefaltetem Ohr nach vorn.

Aussehen und Unterscheidungsmerkmale

Langohren sind unverwechselbar. Ihre riesigen Ohren, die beinahe noch einmal so lang sind wie der Körper und die großen Augen verleihen ihnen ein charakteristisches Aussehen und einen koboldhaften Charme.

Beide Arten haben kurze, breite Flügel, die ihnen den langsamen schmetterlingshaften Flug und sogar Rüttelflug auf der Stelle ermöglichen. Dieser langsame Flugstil zusammen mit den großen Ohren macht eine Bestimmung fliegender Langohren im Freiland relativ einfach. Langohren sind zwar leicht von anderen Fledermäusen zu unterscheiden, die beiden heimischen Arten lassen sich jedoch nur schwer auseinander halten. Sie sehen sich wirklich zum Verwechseln ähnlich. Fell, Nasen und Augenpartie sind beim braunen Langohr eher braun, beim grauen eher grau bzw. graubraun. Der Daumen des braunen Langohres ist größer als 6 mm, ca. 6,5 - 8,4 mm, der des grauen Langohres ist kleiner als 6 mm.

Lebensraum und Verbreitung

Die Braunen Langohren sind Waldbewohner, sie kommen in ganz Europa vor, auch auf den Britischen Inseln und in Skandinavien bis zum 64. Breitengrad. Sie wohnen gerne in Baumhöhlen und Rundkästen für Fledermäuse, manchmal auch in Häusern.

Die grauen Langohren sind wärmebedürftiger und bevorzugen daher die südlicheren Gegenden bis zum 53. Breitengrad. Ihnen ist der hohe Norden Deutschlands schon zu kalt, an der Ostseeküste sind sie nicht mehr anzutreffen. Entsprechend suchen sich die grauen Langohren warme Sommerquartiere. Diese finden sie in Dachböden von Wohnhäusern und Kirchendachstühlen. Auch die Jagdgebiete sind weniger im Wald, sondern mehr im Randbereich menschlicher Siedlungen.

Jagd und Nahrung

Der Ausflug der Langohren ist bei später Dämmerung, meist jedoch erst bei Dunkelheit. Der Flug ist langsam, gaukelnd, und niedrig. Sie können rütteln, d.h. sie fliegen fast auf der Stelle bzw. auf kleinstem Raum und können so die Beutetiere auch von der Oberfläche von Blättern, Grashalmen etc. aufnehmen.

Die Nahrung der Langohren besteht zu 70 - 90% aus Schmetterlingen, besonders mittelgroßen und großen Eulen, aber auch aus Zweiflüglern und Käfern, z.B. Maikäfern.

Die Ortungslaute der Langohren beim Suchflug sind leise kurze Laute von 83 - 26 kHz. Langohren flüstern im Quartier bei Beunruhigung. Es sind leise zirpende oder summende Töne.

Wanderungen und Winterquartier

Langohren sind sehr ortstreu. Sie zählen zu den Kurzstreckenwanderern. Die Entfernung zwischen Sommer und Winterquartier beträgt meist nur wenige Kilometer (bis ca. 20 km), dieses gilt für beide Arten. Die weitest nachgewiesene Wanderung zum Winterquartier waren ca. 60 km. Als Winterquartiere werden Höhlen, Keller und Stollen genutzt. Zum Teil sind beide Arten in den Quartieren anzutreffen.

Die bevorzugten Temperaturen im Winterquartier von Langohren betragen 2° - 9°C. Langohren sind meist frei an der Wand hängend, aber auch in Spalten im Winterquartier anzutreffen, meist sind 2 - 5 Tiere beisammen.

Fortpflanzung

Wohl einmalig für Säugetiere ist der unterschiedliche Wachheitsgrad bei der Paarung im Winterquartier von Fledermäusen. Während die brünftigen Männchen voll aktiv sind, werden die Weibchen bei der Paarung gerade eben aufgeweckt und befinden sich während dieser Aufwachphase noch in einem halblethargischen Zustand. Die Paarungszeit ist der Herbst (bis Frühjahr?) Wochenstuben werden im April/Mai bezogen. Es sind meist kleine Wochenstuben, ca. 10 - 30 Weibchen hängen einzeln, z.T. in kleinen Gruppen mehr oder weniger versteckt. Geburten erfolgen ab Mitte Juni, meist 1 Junges selten 2. Die Männchen leben im Sommer einzeln, nur selten in Wochenstuben.

Hedi Scharff (AK-Fledermäus)

Nach oben


Rauhhautfledermaus (Pipistrellus nathusii)

Die Rauhhautfledermaus gehört wie die Zwergfledermaus zur Gattung Pipistrellus, ist etwas größer als diese. Vom Kopf bis zur Schwanzspitze misst sie 75 - 95 mm, die Flügelspannweite beträgt 230 bis 250 mm. "Rauhhäute" haben kurze, fast dreieckige Ohren, deren Spitze abgerundet ist. Das Rückenfell ist im Sommer rot bis kastanienbraun, nach dem Haarwechsel im Juli/August dunkelbraun bis gräulich. An der Bauchseite ist das Fell hell bis gelbbraun, jedoch ohne Grautöne. Hin und wieder tritt bei Rauhhautfledermäusen Teilalbinismus auf.

Die Rauhhautfledermaus ist eine Waldfledermaus, die sowohl in feuchten Laubwäldern als auch in trockenen Kiefernforsten vorkommt. Während des Sommers ist sie vorwiegend im nördlichen Mittel und Osteuropa zu finden (Ostdeutschland, Polen bis zum Baltikum), für die Niederlande gibt es auch Wochenstuben-Nachweise. Regelmäßige Winternachweise gibt es für England (mildes Klima, kaum bis kein Frost).

Ihre Sommerquartiere (Wochenstuben) hat diese Art in Baumhöhlen, Stammrissen, Spalten, auch in flachen Fledermauskästen, seltener an Gebäuden,. In den Wochenstuben ist die Rauhhautfledermaus bisweilen mit Zwerg, Teich und Grosser Bartfledermaus vergesellschaftet.

Rauhhautfledermäuse gehören zu den wandernden Arten und fliegen zum Überwintern nach Süddeutschland, Frankreich und die Schweiz, kommen aber auch im Winter in den Niederlanden vor. Die Wanderstrecken sind sehr lang und führen entlang von Flusstälern, an denen die Tiere sich wohl orientieren. Von beringten, wiedergefundenen Tieren weiß man, dass sie in einzelnen Fällen bis zu 1500 Kilometer zurückgelegt haben. Die Flughöhe beträgt etwa 30 bis 50 Meter, die tägliche Zugleistung liegt zwischen 42 - 80 Kilometern.

Als Höchstalter gelten 11 Jahre, das Durchschnittsalter beträgt etwa 23 Jahre. Mit einem Jahr werden die Weibchen geschlechtsreif, die Männchen ein Jahr später. Die Paarungszeit ist zwischen der zweiten Julihälfte und Anfang September. Die Männchen sind territorial, d. h sie haben feste Reviere, die sie gegen andere Männchen verteidigen. Vom Quartiereingang aus lockt das Männchen einen Harem von 3 bis 10 Weibchen mit zweisilbigen Balzlauten an.

Die Männchen sind reviertreu, die Weibchen auch, doch sie wechseln ihr Wochenstubenquartier im Sommer im gleichen Revier. In der zweiten Junihälfte werden die Jungtiere geboren, meist Zwillinge. Die Jungtiere sind bei der Geburt rosa gefärbt, die Augen öffnen sich am dritten Tag, ihre Flugfähigkeit erwerben die Jungtiere mit ungefähr vier Wochen. Ab Mitte Juli verlassen die Muttertiere die Wochenstuben und suchen die bis zu 15 Kilometer entfernt liegenden Paarungsquartiere auf. Die Rauhhautfledermaus beginnt etwa 50 Minuten nach Sonnenuntergang mit der Jagd. Der Jagdflug ist schnell, gradlinig, weniger wendig als bei der Zwergfledermaus. "Rauhhäute" jagen in 4 bis 15 Meter Höhe auf Schneisen, Wegen, an Waldrändern, auch über Wasser, im Winterhalbjahr sogar in Städten, die Nahrung besteht aus Fluginsekten, davon viele Zuckmücken. Während der Jagd stößt die Rauhhautfledermaus 8 bis 10 Rufe pro Sekunde aus. Die Töne fallen von 70 auf 38 kHz ab. Die Balzrufe liegen bei 17 kHz.

Nach oben


Fransenfledermaus (Myotis nattereri)

Fransenfledermäuse sind vorwiegend Waldfledermäuse. Sie leben in Wäldern, Parks mit Gewässern und Feuchtgebieten, auch in Ortschaften. Sommerquartiere sind sowohl in Baumhöhlen und in Fledermauskästen im Wald, auch in Dachstühlen, Einzeltiere auch in Spalten, unter Brücken und hinter Fensterläden. Die Winterquartiere befinden sich in Stollen, Höhlen und Kellern. Die Tiere benötigen in den Winterquartieren hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von 2,5 - 8° C. Sie sind dort in enge Spalten gezwängt, liegen teils auf dem Rücken, auch im Bodengeröll.
Die Fransenfledermaus ist eine mittelgroße Art. Der Hinterrand der Schwanzflughaut ist mit gekrümmten, steifen Haaren ("Fransen") besetzt. Das Ohr ist relativ lang, der Ohrdeckel (Tragus) spitz, etwas länger als die halbe Ohrlänge. Das Fell ist lang, locker, die Haarbasis dunkelgrau, auf dem Rücken hellgrau gefärbt mit nur geringer bräunlicher Tönung, auf der Unterseite weißgrau. Die Füße sind klein.
Die Tragzeit dauert etwa 50-60 Tage. Das Weibchen wird im ersten Jahr geschlechtsreif. Die Paarung erfolgt ab Oktober/November. Die Wochenstuben (Quartiere trächtiger Weibchen bzw. Weibchen mit Jungtieren) bestehen meist aus 20-80 Weibchen. Einzelne beringte, wiedergefundene Tiere hatten ein Alter von bis zu 17 Jahren, das Durchschnittsalter liegt bei 3-5 Jahren.
Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang oder später beginnt der Jagdausflug. Der Flug ist langsam, teilweise mit schwirrendem Flügelschlag. Auf engem Raum ist die Art sehr manövrierfähig, kurzer Rüttelflug kommt vor. Fransenfledermäuse jagen meist die ganze Nacht. Die Nahrung besteht aus Spinnen, Zweiflüglern, aktiven Fliegen. Die Hauptjagdstrategie stellt offenbar das Absuchen der Blattoberflächen nach Insekten (Käfern) dar. Die Laute der "Fransen" sind zirpend oder piepsend, tiefer als die Rufe der Wasserfledermaus, bei Beunruhigung auch tiefes Summen, im Flug geben sie hohe schrille Rufe ab. In vielen Teilen Europas sind die Populationen der Fransenfledermäuse rückläufig durch Quartierverluste, z. B. durch Fällen von Höhlenbäumen und Zerstörung von Winterquartieren.
Ähnliche Arten sind Langfuß-, Wasser-, Teich-, Wimper- und Bechsteinfledermäuse. Plagegeister der Fledermäuse sind neben Flöhen Wanzen, Milben, Fledermausfliegen und Zecken.

Nach oben

Zweifarbfledermaus

Zweifarbfledermäuse durchziehen das Rheinland

Im Dezember erhielt ich einen Anruf aus Köln. Ein Mitarbeiter der Kölner Messe hatte in einem Raum der Messe eine lethargische, aber noch lebende Fledermaus gefunden. Nachdem ich ihm Hinweise zur Erstversorgung des Tieres gegeben hatte, verabredeten wir uns für den kommenden Morgen an der Messe in Deutz zur Übergabe des Tieres. Alles lief so wie verabredet. Die vorsichtige Untersuchung des Tieres erwies, dass die Fledermaus keine Verletzungen hatte. Sie war fit und hatte ihr normales Gewicht. Ihr Fell wirkte wie mit Mehl bestäubt. Der Findling war eine Zweifarbfledermaus. Ich besorgte Futter (Mehlwürmer) und war dabei das Tier zu füttern, als das Telefon klingelte. Eine junge Frau aus Manfort teilte mir aufgeregt mit, an ihrer Gardine hinge eine Fledermaus: "Was kann ich tun"? Ich versorgte die erste Fledermaus und fuhr los, diesmal nach Manfort. Alles verlief gut und ich kehrte bald mit dem zweiten Findling zurück. Nun, es ist schon erstaunlich, auch diesmal war es eine Zweifarbfledermaus.

Bisher haben wir bei unseren Detektorbegehungen im Sommerhalbjahr keinen Nachweis für Zweifarbfledermäuse in Leverkusen gefunden. Ich erfuhr dann von anderen Fledermausschützern, dass die Tiere im Späterbst durch das Rheinland ziehen. Als ehemalige Felsspaltenbewohner suchen sie sich ersatzweise spaltenartige Verstecke an Gebäuden. Angenommen wird, dass sie in Richtung Aachen ziehen, aber Genaues ist nicht bekannt.

Damit sind für Leverkusen insgesamt 9 Fledermausarten nachgewiesen: neben Zwerg-, Rauhhaut-, Mücken-, Wasser-, Fransen- und Bartfledermaus, der Große Abendsegler und die Breitflügelfledermaus sowie die Zweifarbfledermaus als Durchzügler bzw. Wintergast.

Zweifarbfledermaus Vespertilio murinus - Linnaeus, 1758

Die Art gehört zu den mittelgroßen heimischen Fledermäusen, ist robust und wiegt 18 - 23 Gramm. Die Rückenhaare sind an der Basis schwarz mit silbernen Spitzen. Die Schnauze ist kurz und breit, die Flügel schmal und spitz, Letzteres befähigt die Tiere zu schnellem Flug. Die Weibchen tragen 4 Milchzitzen. Die Hauptvorkommen der Art sind in Ost- und Nordeuropa zu finden.

Ökologie

Quartiere: Die Zweifarbfledermaus ist eine typische Hausfledermaus. Die meisten Funde deuten auf Sommer- und Winterquartiere an Häusern. Wenige Nachweise gibt es für Felsspalten, sehr selten wurde die Art in hohlen Bäumen gefunden. Vespertilio murinus sucht Spalten, Dachüberstände, Hohlräume hinter Verkleidungen auf (BAAGØE 2001). Einige Ma-e wurden Tiere freihängend an Wänden von Dachböden gefunden.

Jagdbiotope und Nahrung: Untersuchungen in Dänemark zeigen, dass die Zweifarbfledermaus meist über freien Arealen jagt (landwirtschaftliche Flächen, neu angelegte Wälder, Seenlandschaften), selten an Waldrändern und Baumgruppen. Nahrungsflüge wurden in Südschweden häufig in Gewässernähe beobachtet, in Dänemark jagt Vespertilio murinus im Spätsommer und Herbst Insekten an Straßenlaternen. Zur Nahrung gehören Chironomidae, Trichoptera, Neuroptera, Aphidoidea, Lepidoptera, Homoptera.

Balzbiotope: Balzflug und Reviergesang sind für Dänemark vom späten September bis Ende Dezember bekannt, mit einem Aktivitätsmaximum im Oktober/November. Der Gesang ist mit Detektor und mit unbewaffnetem Ohr meist in der Nähe von senkrechten Wänden höherer Gebäude (4-30 Stockwerke) zu hören, auch über niedrigen Häusern in Villenvierteln, meist zu Beginn der Balzperiode. Spaltenreiche Felswände sind ursprüngliche Balzbiotope und Winterquartiere. Während der Balzperiode kommt es in Dänemark zu zahlreichen Funden aktiver und halblethargischer Tiere in Räumen größerer Gebäude oder frei an Wänden hängend.

Fortpflanzung und Jungenentwicklung: Die Paarung findet von September bis Dezember statt. Die Geburt der Jungtiere (meist 2) erfolgt Ende Mai bis Mitte Juni. Das Geburtsgewicht der Jungtiere beträgt 2-2,5 Gramm. In der 4. - 5. Woche werden sie flügge. Im Juli/August lösen sich die Wochenstuben auf.

Jagdverhalten: 30-40 Minuten nach Sonnenuntergang fliegen die Tiere zur Jagd aus und kehren vor der Morgendämmerung zurück. Besenderte Tiere jagten in 4,4 Kilometer Entfernung von den Quartieren. Balzrufe sind in völliger Dunkelheit zu hören.

Flugweise: Gerader Flug in weiten Bögen, 5-40 Meter über dem Boden, mit Haken und Wenden, hohe Fluggeschwindigkeit.

Echoortung: 20-50 kHz, Energiemaximum bei 25 kHz, lange Pulsreihen in regelmäßigen Raten.

Literatur: BAAGØE, H. J. (2001): Vespertilio murinus Linnaeus, 1758 - Zweifarbfledermaus, Niethammer, J. & Krapp, F. (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas, Band 4/I, Fledertiere (Teil I), Aula Verlag.


 Mechtild Höller (AK-Fledermäuse)

Nach oben