Buchenwald mit Totholz

Die Buche (Fagus sylvatica)

Buchen sind wunderschöne große Bäume mit mächtigen Kronen. Sie lieben ausgeglichenes Klima mit milden Wintern und sie brauchen genügend Feuchtigkeit. Schatten ist für sie kein Problem.
Sie können 350 Jahre alt werden – wenn man sie lässt. Ohne den Eingriff des Menschen (Nutzung als Holz, Feuermaterial, …) wären ca. 70% der deutschen Wälder Buchenwälder - aktuell sind es nur noch 15%.

Das Wort „Buchstabe“ geht auf germanische Runen zurück, die in die Rinde von Buchenästen geritzt wurden. Diese ‘Buchen-Stäbe’ konnten dann leicht transportiert werden. Und auch das Wort „Buch“ geht auf die Buche zurück, denn es waren ursprünglich zusammen geheftete Schreibtafeln aus Buchenholz.

Die Früchte der Buche sind die Bucheckern. Sie haben einen Fettgehalt von rund 40 Prozent und sind reich an Mineralstoffen, Zink und Eisen. Je 2 der dreikantigen Nüsse sitzen in einem stacheligen Fruchtstand. Bei Vögeln, Eichhörnchen und Siebenschläfern stehen die Bucheckern als Delikatesse auf dem Speiseplan.

Bucheckern lassen sich auch in unserer Küche vielfältig einsetzen. Zu Mehl geschrotet können sie zu Brot, Keksen oder Kuchen verbacken werden. Und auch ganze Bucheckern lassen sich gut verwenden - geröstet über den Salat gestreut ergeben sie ein herrlich nussiges Aroma. Die rohen Früchte sollte man allerdings nur in Maßen genießen, da sie noch den schwach giftigen Stoff „Fagin“ enthalten, der bei Hitze zersetzt wird.

Baisers aus Bucheckern sollen köstlich sein: Eiweiß und Zucker wird miteinander geschlagen, die geschälten Eckern werden zermahlen und dann wie Mehl benutzt. (Tipp zum Schälen: die Eckern mit kochendem Wasser übergießen - die Schale lässt sich dann viel leichter entfernen. Außerdem schwimmen hohlen Früchte oben und können schon im Vorfeld aussortiert werden.)